Kaboom

Review

von Alan Smithee
"Kaboom" beginnt wie eine schräge Komödie über "alternative" Lebensentwürfe, die auf etwas sinnfrei anmutende Weise vom sexuellen Erwachen junger Collegestudenten erzählt. Die Hauptfigur ist Smith, dem plötzlich Personen begegnen, die er bis dahin nur aus einem rätselhaften Traum kannte, dessen (Un-)Sinn sich ihm im Laufe der Handlung aber immer weiter erschließen wird. Der Film fackelt zunächst ein Feuerwerk aus aberwitzigen Dialogen und (Schein-) Zufällen ab, so dass man lange Zeit nicht weiß, ob man lachen oder einfach nur ungläubig den Kopf schütteln soll. Im letzten Viertel wandelt sich der Film dann zu einer Parodie auf apokalyptische Mystery- und Weltverschwörungsfilme und erklärt in einem abenteuerlichen Monolog alle offenen Punkte der Handlung, bevor auch schon das Ende naht, bei dem das ganze Publikum laut lachen musste.

"Kaboom" ist nicht zuletzt dank seiner gut aufgelegten Darsteller ein Heidenspaß, dem das Kunststück gelingt, sein Szenario trotz aller vordergründigen Absurditäten konsistent zu halten. Insgesamt wirkt der Film wie eine gut durchdachte und extrem vergnügliche Traumfantasie (was auch einige Bildzitate aus Luis Bunuels surrealistischem "Un Chien Andalu" nahelegen).

Fazit: Am besten nicht allein und auch nicht ganz nüchtern konsumieren! :)
Alan Smithee
sah diesen Film im Metropolis 1, Frankfurt

14.09.2010, 02:55



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