ein kleiner Geheimtipvon Rohrkrepierer | |
EL MAL AJENO ist mitnichten eine überhöhte Erlöser- oder Heilandgeschichte, oder simple Mysteriegeschichte. Vielmehr dreht sich in diesem starken spanischen Drama alles um die Last der Verantwortung, die Frage nach dem Übel der Allmacht, der Enge zwischenmenschlicher Beziehungen und der daraus erwachsenden Schmerzen. Beinahe spielerisch gelingt es Autor Daniel Sánchez Arévalo Drama, Krankenhausfilm und mystisches Märchen zu verbinden und die niemals künstlich wirkende Verbindung dann mit einer durchdringenden Melancholie und Schwere zu versehen, die auch die deutliche Handschrift des Produzenten Alejandro Amenabar zu tragen scheint. Dem zynisch distanzierten Hauptdarsteller Eduardo Noriega gelingt es seiner Figur genau diese Schwere zu verleihen, die den ganzen Film über bestimmend wirkt und die nötige Distanz, aber auch das Interesse des Zuschauers gewährleistet. Entstanden ist ein ganz starkes Werk, das einen nachdenklich stimmt und einen mit einer enormen Dichte belohnt, wenn man bereit ist, sich über teilweise etwas lange 107 Minuten voll und ganz dem aus Regisseur, Produzent und Drehbuchautor geschaffenen Konstrukt anzuvertrauen. Toll! | |
![]() sah diesen Film im Cinecitta' 3, Nürnberg | 10.09.2010, 22:26 |
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