The Woman

Boys will be boys

von Timo
Leider entfaltet THE WOMAN nie das Potential, welches in ihm schlummert. Im Prinzip möchte der Film gerne feministisches Unterdrückungskino sein, weiß aber sehr wohl, dass er sich in der Rape & Revenge Ecke besser verkaufen lässt. Und so fühlt sich der Film auch an. Es wird zu Beginn eine fabelhafte Welt kreiert, die einzig und allein auf Sick- und Weirdness setzt. Die Strukturen und Bindungen in der portraitierten Familie sind so dermaßen "out of space", dass man sie schwer nachvollziehen kann. Dies ist auch der Grund, weshalb sich in der Hälfte ein gewaltiger Bruch ergibt. Charaktere und Handlung agieren viel zu comicartig, als dass man sie später wirklich ernst nehmen könnte, wenn die Figuren sich plötzlich dafür entscheiden, alte Muster zu hinterfragen. Und am Ende muss natürlich auch die Splatterkiste erneut weit geöffnet werden. Dies ergibt dann auch das Bild, welches dem Zuschauer von THE WOMAN im Kopf bleibt: halbnacktes Gekröse, nicht aber das gesellschaftskritische Psychogramm, das der Film selbst gerne wäre und sogar hätte sein können. Denn THE WOMAN ist hervorragend inszeniert und musikalisch untermalt. Und vor der schauspielerischen Leistung der Hauptdarstellerin bekommt man(n) Angst.
Timo
sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt - Original-Review

26.08.2011, 11:35



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