Es gibt nichts, was es nicht gibt.von Silke | Permalink |
| Der folgende Review enthält SPOILER! | |
Feed ist zunächst mal eklig. Allerdings nicht alleine wegen der extrem dicken Menschen. Den reinen Anblick hätte ich sehr gut aushalten können. Richtig übel wurde mir erst bei der Feststellung, dass die "Empfänger" Freude daran empfanden, sich ihrem "Fütterer" absolut auszuliefern. Egal, was der mit ihnen anstellt. Da werden Lebensmittel und Körperflüssigkeiten auf Körpern verteilt, widerliche Kost per Trichter und Schlauch direkt in den Magen gefüllt, Kameras mit Rundumbewachung installiert und weitere Schweinereien angestellt. Es geht schon an die Substanz, dabei zuzusehen, was Menschen mit sich machen lassen, um ein wenig Zuneigung zu bekommen.
Das Fiese an dem Film ist seine Nähe zur Realität. Ähnlich wie bei "8 MM" beschäftigt man sich mit Streifen wie diesem nicht nur einen Abend lang.
Die Nebenschauplätze: Der völlig fixierte Polizist mit seinen sexuellen Problemen, das Elternhaus oder die Ehe des "Feeders" - das kam alles etwas zu kurz und schien irgendwie auch nicht so wichtig. Ich war sowieso die meiste Zeit damit beschäftigt, mich zu ekeln und es nicht fassen zu können. Da fielen die Mängel nicht so sehr ins Gewicht.
In der letzten Szene gab es tatsächlich auch mal was zu lachen. Zurück bleibt die (nicht ganz neue) Erkenntnis, dass auch Leute, denen man es nicht ansieht, tierisch einen an der Klatsche haben können. | |
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart | 11.08.2005, 15:47 |
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