Piranha 3DD

Weder Fisch noch Fleisch

von D.S.
Tja, was soll man zu PIRANHA 3DD groß sagen. In Sachen Inhalt und Niveau liefert er genau das, was man erwarten durfte: Big fish, big boobs, big bullshit. In Sachen filmischer Umsetzung bleibt er allerdings ein gutes Stück hinter dem selbst gesetzten Level zurück.

Weder ist er auch nur ansatzweise so explizit wie sein Vorgänger geraten - was neben dem effektiven Einsatz von 3D sowohl den Splatterfaktor als auch die Zelebrierung weiblicher Körperteile betrifft -, noch funktioniert er als Film so richtig: Es gibt nur eine bestenfalls rudimentär zu nennende Story, die in 40 Minuten umfassend abgehandelt ist (wer es noch nicht weiß: die Urzeit-Killerfische gelangen ins Röhrensystem eines runderneuerten Wasserparks und sorgen nun also im chlorgetränkten Becken für Blut- und Panikexzesse), ihr fehlt ein Spannungsbogen und ein echter Höhepunkt - nach der zentralen Piranha-Attacke eiert der Streifen noch knapp 20 Minuten mit Nichthandlung rum, bis der Abspann uns immer noch nicht in den Feierabend entlässt, sondern mit mäßig interessanten Outtakes und drangeklatschten Hasselhoff-Selbstparodien weiter Laufzeit schindet.

Da, ich habe den Namen erwähnt, und tatsächlich ist „The Hoff" in seiner lustvollen Eigendemontage einer der Hauptgründe, sich dieses hirntote Machwerk anzusehen. Im Gegensatz zur Hauptdarstellerin Danielle Panabaker, die in GIRLS AGAINST BOYS eben erst pseudo-anspruchsvollen Themen ihre Präsenz verlieh, hat der abgetakelte Fake-Lifeguard nun wirklich nichts mehr zu verlieren. Das scheint ihm bewusst zu sein, und so zieht er sich hier mit einer Konsequenz selbst durch den Dreck, dass man schon mal respektvoll nicken muss.

Ving Rhames hätte auf seinen Auftritt dagegen auch verzichten können; aber ehrlich gesagt, ist das sowieso alles fast egal: Wir haben hier dicke Beißerfische, Partystimmung und bewusste Verschwendung von Lebenszeit, und das ist nun mal, was es ist.

Nicht rund, nicht ausgereift, nicht zielbewusst genug - macht trotzdem zeitweise Spaß und hat halt den Trash-King-Faktor: 5,5 Punkte gibt es darum allemal. Ob der im Filmende deutlich angekündigte dritte Teil aber wirklich eine gute Idee ist... lasse ich mal dahingestellt.
D.S.
sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt

09.09.2012, 05:20



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