Außergewöhnlich schön!von GeorgeKaplan | Permalink |
Ich möchte mal eine Lanze für diesen Film brechen. Dabei entferne ich mich gar nicht so sehr von dem, was meine Vorredner bereits über den Film gesagt haben; insbesondere der ausführlichen Analyse von Dominic Saxl vermag ich wenig hinzufügen zu wollen.
"Ab-normal Beauty" ist tatsächlich der Bilderrausch, den ich mir von diesem Film erhofft habe. Untermalt mit dem hypnotischen Soundtrack entsteht ein Sog in eine andere, fremde Welt - die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, einem alptraumhaften Tagtraum beizuwohnen. Mir ist bewusst, dass jeder Zuschauer anders auf eine solche Suggestivwirkung reagiert, und auch die bisweilen ablehnenden Kommentare sind nachvollziehbar. Wer sich von den Bildern nicht gefangen nehmen lässt, der hat es natürlich schwer, in diese Welt einzutauchen, für den bleibt das oberflächlich, und für den bleibt dann auch das Wesen der jungen Fotografin befremdlich und wenig nachvollziehbar.
Wie gesagt, man kann aus den gleichen Gründen zu verschiedenen Urteilen kommen. Lässt man sich einmal darauf ein, erlebt man einen Film, der trotz seiner Zweiteilung dann doch auch geschlossener wirkt, als dies hier bisher beschrieben wird. Ich empfand den zweiten Teil des Films nicht als Konzession gegenüber den Erwartungshaltungen eines Mainstreampublikums, sondern durchaus als Entwicklung und letztlich auch Befreiung der Hauptdarstellerin von Ihren Ängsten - natürlich ohne dabei jetzt zu sehr in die Tiefe zu gehen, schließlich haben wir hier kein Soziogramm.
Ein wirklich schöner Film, sehr ästehtisch, ruhig und zugleich sehr beunruhigend. | |
sah diesen Film im Cinedom, Köln | 18.08.2005, 14:02 |
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