crazy

Ab-normal Beauty

Review

von landscape
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Ich habe am Tag vorher Shutter gesehen, und dagegen fällt Ab-Normal Beauty ab. Ich bin auch der Meinung, dass ab dem vermeintlichen Happy-End in der Filmmitte die Glaubwürdigkeit stark leidet. Da hätte er zu Ende sein können und man hätte nichts vermisst. Aber es gibt genug Gründe, sich den Film anzusehen. Die Darsteller sind gut. Besonders der ersten gemeinsamen "action painting"-Szene zwischen Anson (?) und Jiney geht ein mimisches personal shifting voraus, das wirklich verdammt gut ist. Der einführende "filmische Essay" über die Kunst des Fotografierens hat Spaß gemacht, und dass der Moment des Auslösens die Szenerie einfriert oder gewissermaßen tötet, ist nicht neu, leitet aber gut in Jineys persönliche künstlerische Entwicklung ein. Dann lotet sie das Feld aus. Die Ausflüge in ihre Kindheit lassen den Betrachter dann schon erahnen, dass die Kraft der Bilder von toten Gegenständen nicht alleine schuld an ihrer Obsession sind. Wie sie dann den fotografischen Totpunkt erkundet, ist teils spielerisch, teils manisch, auf jeden Fall für jede Interpretation weit offen. Dass sie die Kontrolle über sich und ihre Arbeit erhalten will, wird auch gut vermittelt. Leider kommt dann auch noch der Film ins Spiel, und dieser letzte Twist geht ins Aus.
landscape
sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg

24.08.2005, 15:17



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