Trist.von D.S. | Permalink |
Erinnert sich noch jemand an HEARTLESS? CITADEL ist so was wie dessen kleiner, hässlicher Bruder (um mal die Worte zu benutzen, mit denen Rudi in Frankfurt die FFF Nights mit dem Hauptfestival verglich). Ein sehr ähnliches Setting, eine sehr ähnliche Stimmung, letztlich auch eine sehr ähnliche Storyidee - aber alles eine Nummer kleiner, billiger und weniger ausgereift als beim Vorbild.
Bei CITADEL steht zudem über einen Großteil des Films der Drama-Aspekt im Vordergrund: Der verzweifelte Kampf eines jungen Mannes (Aneurin Barnard aus ELFIE HOPKINS) gegen seine ihn zu verschlingen drohende Agoraphobie, die ihn vollständig beherrscht, seit fiese Kapuzen-Kids seine Frau getötet und es nun offenbar auf das gemeinsame Baby abgesehen haben. Das ist überzeugend gespielt, man leidet durchaus mit der Hauptfigur mit. Auch erzeugt das triste Hochhaus-Ghetto grundsätzlich durchaus eine beklemmende Atmosphäre.
Insgesamt passiert hier aber ein Stück zu wenig, die wenigen Jump-Scares sitzen nicht, und entscheidender: die Story kippt bald ins Übersinnlich-Alberne, was dem harten Drama seine Glaubwürdigkeit und Kraft nimmt. Auch sehen sämtliche Effekte und Masken eher jämmerlich aus.
Für mich deshalb insgesamt eher langweilig und bisher der größte Flop: 4 Punkte. | |
sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt | 10.03.2013, 12:41 |
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