Europa Report

Größtenteils realistisch, aber zäh

von ArthurA
In nicht allzu ferner Zukunft wird eine bemannte Mission zum Jupiter-Mond Europa geschickt, um dort nach möglichen lebenden Organismen zu suchen. Mit an Bord: sechs Spezialisten für verschiedene Fachgebiete. Alles verläuft nach Plan bis 16 Monate nach dem Start plötzlich jegliche Kommunikation zur Kommandozentrale auf der Erde abbricht.

Europa Report ist der neuste Beitrag zu "Found Footage"-im-Weltraum. Die gute Nachricht: Es ist besser als Apollo 18. Die schlechte: nicht viel besser. Man merkt, dass aus wissenschaftlicher Sicht der Film gut recherchiert ist und statt aif billige Schockeffekte (meistens) auf realistische Gefahren setzt, die eine Weltraumreise von solcher Tragweite mit sich bringt. Der Nachteil dabei - es ist zäh. Man verbringt viel Zeit mit den Charakteren, doch durch das ständige Springen in der Zeit, kommt man ihnen nicht näher. Als die von Anamaria Marinca gespielte Pilotin über eine haarige Situation in die Kamera erzählt, dass sich jede Sekunde so lang wie noch nie angefühlt hat, so war das der einzige Moment, bei dem ich mit einem Charakter mitfühlen konnte - wenn auch anders als beabsichtigt. Zudem ärgert es schon, dass bei einem Film, der so sehr auf Realismus setzt, die angeblichen Super-Spezialisten mitunter einfach nur dämliche Fehler machen. Visuell bietet der Film einige interessante Ansätze, auch wenn der Großteil sich in der engen Kabine abspielt. Vor allem hat der Film bei mir die Sehnsucht nach Alfonso Cuaróns Gravity noch weiter erhöht.
ArthurA
sah diesen Film im Cinedom 9, Köln - Original-Review

07.09.2013, 08:01



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