crazy

Sweetwater

Nichts Neues an der Western-Front...

von ArthurA
Auch wenn im Mittelpunkt des Marketings bei Sweetwater Sarahs Rache steht, findet der Großteil dieser vor allem in der dritten Filmhälfte statt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn Sweetwater ist sowieso interessanter, wenn er sich den Charakteren von Jason Isaacs und Ed Harris zuwendet. Isaacs gibt einen wahnsinnigen Bösewicht zum besten, der trotz all seiner Missetaten immer noch daran glaubt, ein Mann Gottes zu sein. Ed Harris wiederum erinnert in seiner nicht minder verrückten Performance sehr an den Charakter von Willem Dafoe in Der blutige Pfad Gottes. Wenn Harris und Isaacs auf der Leinwand sind, insbesondere in den wenigen gemeinsamen Szenen der beiden, dann erlebt der Film seine Höhepunkte. Das kann man von Jones’ stereotyper kalter Rächerin nicht behaupten, was vor allen daran liegt, dass ihr die emotionale Vielschichtigkeit fehlt, um die Rolle interessant zu gestalten. Jones wirkt stets kühl und distanziert - egal, ob sie gerade vom Tod ihres Mannes erfährt, eine Fehlgeburt erleidet, vergewaltigt wird oder ihre Peiniger erschießt. Sie verändert sich nicht und macht es dem Zuschauer ungemein schwer, sich für ihren Charakter zu interessieren (auch die aufgezwungene Szene mit ihrer Filmmutter ändert nichts daran). Dass man dennoch möchte, dass sie gewinnt, liegt vor allem daran, dass Isaacs den unangenehmen Bösewicht so überzeugend spielt, dass man ihn gerne bestraft sehen würde.
ArthurA
sah diesen Film im Cinedom 9, Köln - Original-Review

10.09.2013, 06:11



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