Itsy-bitsy spider...von ArthurA | Permalink |
Denis Villeneuve hat mit seinem (Fast-)Meisterwerk Prisoners letztes Jahr einen meiner absoluten Lieblingsfilme von 2013 abgeliefert. Enemy, den er noch vor Prisoners abgedreht hat, ist weit entfernt von der Mainstream-Sensibilität seines Hollywood-Films. Hier herrschen Symbolik, Metaphorik und eine gute Portion an "What the fuck?!". Jake Gyllenhaal, den Villeneuve auch in Prisoners zu Höchstleistungen antrieb, glänzt auch hier in der anspruchsvollen Doppelrolle. Doch der Star ist hier die Regie von Villeneuve, der auch ohne Kameramann Roger Deakins atemberaubende Bilder auf die Leinwand bannt und eine wirklich unter die Haut gehende Atmosphäre erschafft. Das Problem von Enemy ist, dass er sich mit den diversen unterschwelligen Themen von Politik und Individualität sich in seiner 90-minütigen Laufzeit etwas übernimmt. Hier wäre vielleicht weniger auch mehr gewesen. Teilweise wird man als Zuschauer mit Bildern und Motiven überfrachtet. Nichtsdestotrotz ist Enemy ein gelungener, gelegentlich zutiefst verstörender und stets fesselnder Psychotrip gelungen, der gleichermaßen fasziniert, verwirrt, erschreckt, ärgert, erstaunt und schockiert. Nichts für Arachnophobiker! | |
sah diesen Film im Cinedom, Köln - Original-Review | 16.03.2014, 04:49 |
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