crazy

Momentum

Temporeiche Unterhaltung mit einer Kick-Ass-Heldin

von ArthurA
Die Geschichte von Momentum ist keine Offenbarung. Es ist wieder einmal eine undurchsichtige Verschwörung und ein übermächtiges Team, das einer Person hinterherjagt, die zur falschen Zeit am falschen Ort war. Die Logik hinter dem Ganzen hinkt gelegentlich und besonders das Ende, das scheinbar auf eine Fortsetzung ausgelegt ist (die aber, wie ich vermute, nie kommen wird), lässt ein wenig zu wünschen übrig. Doch wo der Film hingegen immens punktet, ist der Unterhaltungsfaktor. Von den ersten Minuten an geht das Tempo auf 180 und lässt nie nach. Olga Kurylenko, die bereits letztes Jahr beim Festival im nicht unähnlichen The November Man zu sehen war, dort die Action aber Pierce Brosnan überlassen hat, darf als sexy Actionheldin diesmal selbst die Hintern versohlen. Wie Liam Neeson in 96 Hours hat auch sie ein ganz spezielles Set an Fähigkeiten, die sie zu einer ernstzunehmenden Gegnerin machen. Den Part und vor allem die zahlreichen Actionszenen meistert Kurylenko so gut, dass man sich wünscht, sie künftig häufiger in solchen Rollen zu sehen und nicht nur als schmuckes Beiwerk wie in Hitman oder Ein Quantum Trost. James Purefoy, den viele als den charismatischen Serienkiller aus "The Following" kennen, macht als sadistischer, stilbewusster Gegenspieler ebenfalls einen guten Eindruck.
ArthurA
sah diesen Film im Residenz, Köln - Original-Review

03.09.2015, 15:34



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