In the Name of the Son

Satire gegen Glaube

von MarxBrother81
Werbung. Zwei Priester werben in einem Clip um unsere Aufmerksamkeit. Und um unsere Spendenfreudigkeit! In einer Radiostation wird die Moderatorin eines biblischen Formats von einer Anruferin konfrontiert, deren Mann und Sohn sich nicht nahe genug sind. Die Moderatorin gibt ihr den Tipp ein Wochenendseminar zu besuchen, um den spirituellen Einfluß zu spüren. Die eigenen Angehörigen machen auch ein Wochenendseminar in einem Militärcamp, wo aber anstatt gebetet nur Krieg gespielt wird und alle christenfeindlichen Pappfigurenaufsteller gnadenlos abgeballert werden. Danach schießt sich der Vater das Hirn raus und wird als Märtyrer gefeiert. Der Junge ist verzweifelt. Er ruft seine Mutter on Air an, um sein Mißbrauch durch ihren Co-Moderatoren, einem Priester, zu gestehen. Doch sie glaubt an eine Lüge, denn der Mann Gottes war immer ein Freund des Hauses und grundsympathisch. Um zu Hause ein klärendes Gespräch zu führen ist es leider zu spät: Auch er richtet sich hin. Sie sucht die Hilfe der oberen Kirchenchefs und stößt auf Unverständnis und Missgunst. Das dürstet nach Rache!

Wer den Film „Vampire – Verstecken war gestern“ des Belgiers Vincent Lannoo kennt, der sollte vorgewarnt werden: So harmlos wie sein bekannter Versuch das Vampire-Genre neu zu interpretieren ist diese Antimoralkeule keineswegs. Das militante Gewäsch bibelfester Anhänger wird in dieser schwarzhumorigen Thrillervariante kräftig aufs Korn genommen, aber niemand wird lachen. Provokant sind die Szenen, die von der konservativen Grundhaltung auf unmoralische Selbstjustiz umschlägt. Der kirchliche Glaube wird von den oftmals widerlichen Figuren nie in Frage gestellt, nur durch den Regisseur in bestimmten Situationen vorgeführt und hinterfragt. Clever und richtig böse! Ein Geheimtipp für Freunde von starken Tobak! Und endlich mal schön fies!
MarxBrother81

26.11.2015, 20:47



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