SchmalDentevon Leimbacher-Mario | Permalink |
"Salem's Lot" von Tobe Hooper war auf der Schwelle zu den 80ern ein enorm wichtiges, wegweisendes Event für Vampirfilme, für Stephen King-Verfilmungen, für TV-Filme. Einfach ein sehr guter Film, der reift wie guter Rotwein. Fast zehn Jahre später durfte sich B-Movie-Spezialist und Sympathieträger Larry Cohen mit "A Return to Salem's Lot" an einem Sequel versuchen - und leider muss man ihm nahezu eine komplette Bruchlandung attestieren... Erzählt wird in der öden Fortsetzung von einem egoistischen Reporter und seinem aufmüpfigen Teenagersohn, die ein altes Haus in Salem's Lot erben und sich relativ zügig der scharfzahnigen Bevölkerung erwehren müssen... Erzwungen nicht natürlich Die Vater-Sohn-Beziehung hat im Kern etwas (obwohl der Junge echt kein guter Kinderdarsteller ist!) und die Kleinstadt Salem's Lot hat auch hier noch ihre gotisch-gruseligen Gänsehautmomente. Doch im Grunde geht "Return to Salem's Lot" im Wust der Spät-80er-Horrorflicks heillos unter. Er ist einfach viel zu belanglos. Jegliche Alleinstellungsmerkmale fehlen. Etliche Performances sind schockierend steif, einige Altstars werden verbrannt, die Atmosphäre wird nie dicht genug, etliche Gags zünden nicht oder wirken gleich gänzlich deplatziert und unvergessliche Highlightszenen wie im Original sucht man vergebens. Und mindestens eine Monstermaske ist dermaßen karnevalesk und mies, dass es einen gleichzeitig vom Sofa wie aus dem Film haut. Viele Momente wirken von ihrer Balance und ihrer Kitschigkeit sogar komplett befremdlich und daneben. Einfach misslungen. Missed the Mark. Cohens Stil und trockener Humor passt für mich null zu dem Stoff. Schade. "Return to Salem's Lot" kommt und geht. Bleibt aber nicht. Fazit: In kaum einer Beziehung noch ansatzweise auf dem Niveau des Originals. Sehr magere Vampirvorstellung! | |
12.05.2026, 15:58 | |
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