Einen über'n Durst gevögeltvon Leimbacher-Mario | Permalink |
„Durst“ von „Oldboy“-Legende Park Chan-Wook ist einer der außergewöhnlichsten Vampirfilme seit der Jahrtausendwende und geht das (Blut-)Saugen mal ganz anders an, wesentlich sinnlicher und sexueller, wenn ein katholischer Priester sich in Afrika als Versuchskaninchen opfert und er mit einem vampirischen Virus heimkehrt… Schuppenflechte und Liebesknechte „Thirst“ aka „Bakjwi“ ist eine ganz schön feuchte Angelegenheit. Körperflüssigkeiten und Kinks, Vampire und Sklaven der eigenen Lust, Kirche und Krämpfe, Glaube und Gier. Verdammt, wer hier Park vorwirft nicht gut drauf gewesen zu sein muss einen anderen Film gesehen haben als ich! Pulp und hohe Kunst vereint. Schweiß und ganz schön heiß. Rotwein und Todpein. Schöne Frauen und scharfe Zähne. Pater mit Narben auf der Seele. Nächstenliebe und Eigenhiebe. „Durst“ gehört qualitativ, atmosphärisch und kreativ in einen Topf mit „Let the Right One In“, auch wenn es sehr unterschiedliche Filme und Geschichten sind. Aber Ausnahmeblutsauger sind’s beides. Heil, geil, steil. „Durst“ lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen… Ästhetisch, animalisch, arglistig. Beißel der Lust Fazit: Leidenschaft schafft Leiden… Reiskuchen und Beißeunuchen… Kamasutra und Zahnklarblutnarr… Mann Gottes und Draculas Dornenvogel… Park Chan-Wook nahezu in Topform und mit reichlich Biss! Exotisch, erotisch, essenziell. | |
sah diesen Film im Black Box, Köln | 08.06.2026, 20:29 |
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