Charlie’s Angelsvon Herr_Kees | Permalink |
Die Geschichte dreier „Manson Girls“ wirkt wie ein Gegenstück zu Tarantinos im darauffolgenden Jahr veröffentlichten ONCE UPON A TIME IN HOLLYWOOD: Einige der gezeigten – historisch verbürgten – Figuren und Situationen sind identisch, doch Tarantino interessiert sich nur für ihre Funktion, Mary Harron interessiert sich für die Person. Wirklich interessant sind allerdings mehr die Szenen der Rahmenhandlung im Gefängnis, in denen den gehirngewaschenen jungen Frauen mithilfe einer fitten Sozialarbeiterin langsam dämmert, auf was für ein soziopathisches Arschloch sie sich da eingelassen haben. Matt Smith spielt ihn in den Flashbacks als manipulativen, im Kern aber unsicheren Typen, dessen Charisma und Wirkung auf die Frauen sich hier nur erahnen lässt. Vielleicht scheint da doch zu sehr Smiths extra lässiger „Prinz Phillip“ aus THE CROWN durch. So bleibt nicht nur die Faszination für Manson schwer nachvollziehbar, auch seine eigene Motivation bleibt unklar. Für Hippiehasser aber genau der richtige Film. | |
07.11.2019, 18:00 | |
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