Getrieben von Liebevon Leimbacher-Mario | Permalink |
Eine der größten Schauspielerinnen Japans wird als alte Frau interviewt - und dabei verlaufen Erinnerungen und Emotionen, Rückblick und Gegenwart, Realität und Kino, Schicksal und Blockbuster, Fantasie und Film faszinierend ineinander... „Millennium Actress“ ist clever inszeniert, wunderbar gezeichnet und das leicht surreale Konzept würde ich als nicht weniger als genial bezeichnen - aber was mir am meisten hängen bleibt und am Herz liegt, sind die unfassbar starken Gefühle, die der Animehit unter alles legt... Es ist nun mal ein glasklarer Satoshi Kon - und ähnlich wie in „Perfect Blue“, „Paprika“ und „Tokyo Godfathers“ ist auch „Millennium Actress“ eine echte Schönheit, eine audiovisuelle Wucht, philosophischer als man meint, surrealer als viele vertragen können und in 90 Minuten epischer als es die meisten anderen Werke in der dreifachen Zeit schaffen. Aber was „Millennium Actress“ dann vielleicht nochmal höher stellt als die anderen Werke (abgesehen vom ebenfalls sehr emotionalen „Tokyo Godfathers“) ist dessen Herz. Wie echt und nachvollziehbar, unkitschig und fühlbar er die Emotionen seiner Hauptfigur einfängt, über Jahre und Jahrzehnte, wie er Herzschmerz und Hoffnung, große Liebe und große Gefühle einfängt, niederschmettert und wieder aufbaut, das ist schon extraklasse und hat mich tief berührt. Dazu dann noch etwas zugänglicher als andere „Kons“, etliche Augenzwinkern für Filmnerds und die üblichen Qualitäten - fertig ist erwachsener Zeichentrick für die Ewigkeit. Fazit: Einer der besten Animefilme seit der Jahrtausendwende - „Millennium Actress“ ist emotional, wunderschön und ein feuchter Traum für Filmfans! | |
03.09.2020, 00:01 | |
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