Mathe ist der Horrorvon Herr_Kees | Permalink |
Was man beim Immobilienkauf beachten sollte: Befinden sich ominöse Symbole an den Türrahmen? Spielen verstaubte Grammophone merkwürdige mathematische Formeln ab? Gehen Gerüchte um, dass hier eine Hexe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat? Sind nahezu alle Vormieter spurlos verschwunden? Eigentlich sollte ja jeder Filmemacher, dessen Horrorfilm damit beginnt, dass eine Familie in ein neues Haus zieht, einen Teil des Drehbuchbudgets in eine Spendenkasse zahlen. Regisseur Brendan Muldowney (LOVE ETERNAL), der hier seinen eigenen zehnminütigen Kurzfilm THE TEN STEPS von 2004 ausweitet, hat zumindest einen interessanten Ansatz, der irgendwas mit Mathematik zu tun haben soll, bei dem sich Schrödinger aber wohl eher in der Kiste umdrehen würde – ob tot oder nicht, spielt keine Rolle. Muldowney kommt in Sachen übernatürliche Phänomene genreuntypisch früh zur Sache und melkt dann wirklich jede Gruselszene bis ins Unendliche (…), mit dem Risiko, dass die Spannung ins Lächerliche umkippt, wenn beispielsweise die Kellertüre schon wieder minutenlang nicht zu öffnen ist. Gegen Ende kann der Film die Balance dann nicht mehr halten und was in der Andeutung noch unheimlich war, wird in der Umsetzung peinlich bis kitschig. Vielleicht hätte der Film besser ein Kurzfilm bleiben sollen – der ist nämlich schon ziemlich creepy: https://www.youtube.com/watch?v=yY9EVnyd2t8 | |
sah diesen Film im EM, Stuttgart | 10.04.2022, 00:46 |
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