Soft & Quiet

Review

von PinkyHH
Dieser Film ist ein bisschen wie ein Autounfall, den man aus der Ferne betrachtet. Eigentlich will man wegschauen, aber irgendwie will man es dann doch sehen – aus Gründen, die sich nicht immer rational erklären lassen.

Ohne zu viel zu verraten, rationale Erklärungen darf man von diesem Film auf keinen Fall erwarten. Der Zuschauer wird Zeuge eines kontinuierlichen Zeitabschnitts, der durchaus interessant beginnt und Neugier weckt. Die Phase, in der die Charaktere vorgestellt werden, bietet viel Potential, um eine gute Geschichte zu entwickeln.

Die Situation spitzt sich dann dramatisch zu. Kleine Bröckchen an Hintergrundgeschichte werden präsentiert. Auch wenn gruppendynamische Prozesse ein dramatisches Eigenleben entwickeln können – wie z. B. im Film PLAYGROUND (2016), der auch auf dem FFF lief – so driftet mir dieser Film doch zu sehr in die Unglaubwürdigkeit ab. Es steigert sich alles in wildes Geschreie und irrationale Handlungen. Zwischendurch kam mir der Gedanke, in einer RTL2 Doku gelandet zu sein, wo sich Scripted-Reality-Amateure mal so richtig austoben durften.

Am Ende wird der Zuschauer zurückgelassen – alles bleibt ohne Konsequenzen. Der Film ist weder „soft“ noch „“quiet“. Fazit: Lieber PLAYGROUND gucken – der ist viel besser!
PinkyHH

12.01.2023, 11:37



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