Außen hui, innen halbgarvon D.S. | Permalink |
„Hätten sie mal lieber eine Folge STROMBERG stattdessen gezeigt“, meinte mein Sitznachbar. So weit will ich nicht gehen, denn zumindest aus technischer Sicht ist EISSPIN durchaus beeindruckend und allemal sehenswert – von der eher billig aussehenden und mit einer furchtbar piepsigen Kinderstimme synchronisierten animatronischen Handpuppe einmal abgesehen, die hier die „Kratze“ namens Echo verkörpert. Christoph Maria Herbst macht ebenfalls einen guten Job, wenn seine Figur auch etwas arg spleenig-verschroben angelegt ist. Das Setdesign ist liebevoll und hat einige wirklich originelle Ideen zu bieten. Mein Problem mit dem Kurzfilm ist die Story, die leider nur in Ansätzen vorhanden ist. Den Roman von Walter Moers, auf dem die Handlung basiert, kenne ich nicht – Wikipedia legt aber nahe, dass wir hier gerade einmal sein erstes Kapitel in Filmform präsentiert bekommen. Gerade, als die Ausgangslage der Erzählung geklärt ist und der Hauptteil der Handlung beginnen sollte, laufen auch schon die Credits über die Leinwand. Sprich, hier wird etwas angerissen und dann aus heiterem Himmel, maximal antiklimaktisch abgebrochen. So wirkt EISSPIN mehr wie ein Proof-of-Concept für einen später mal zu erstellenden Spielfilm. Was das Ganze vielleicht sogar sein soll. Auf eigenen Beinen stehen kann das Werk in dieser Form jedoch nicht, aller technischen Finesse zum Trotz. 5,5 Punkte. | |
sah diesen Film im Harmonie, Frankfurt | 07.09.2023, 02:13 |
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