Conann!von traab | Permalink |
"Conann" aus dem Jahr 2023 ist ein wahrlich experimenteller und avantgardistischer Film aus Frankreich, der die Grenzen konventioneller Erzählstrukturen sprengt. Schon zu Beginn fällt die künstlerische Herangehensweise auf: Der Film startet in Farbe, wechselt dann aber mit einem mutigen Zeitsprung in die Vergangenheit und nutzt immer wieder das Schwarz-Weiß-Format, um die narrative Ebene zu unterstreichen. Die visuellen Elemente sind in diesem Film von großer Bedeutung, und die künstlerische Kameraarbeit mit viel Unschärfe verleiht dem Werk eine einzigartige Atmosphäre. Es ist ein Film, der mit den Erwartungen des Publikums spielt, und bei jedem Aussprechen des Wortes "Conann" oder wenn Rainer ein Foto macht, könnte man fast ein Trinkspiel veranstalten. "Conann" wirkt wie ein audiovisuelles Experiment, bei dem auch die Verwendung von Fotos eine Rolle spielt, um die Erzählung voranzutreiben. Es fühlt sich zuweilen an wie ein Theaterstück, bei dem die Grenzen zwischen Film und Bühnenkunst verschwimmen. Die Experimentierfreude des Films zeigt sich in seiner avantgardistischen Herangehensweise. Während man immer wieder überrascht wird, kann es auch verwirrend sein, da die Handlung nicht immer leicht zu verfolgen ist und mich ab der Hälfte komplett verloren hat. Insgesamt ist "Conann" ein sehr herausfordernder Film, der alle Sinne anspricht. Regisseur Bertrand Mandico interpretiert den klassischen Barbarenmythos neu und inszeniert eine stilistisch groteske Blutorgie. Dieses Werk ist zweifellos ein einzigartiges und exaltiertes Kunststück, das sich weit von Mainstream-Erzählkonventionen entfernt, für meinen Geschmack viel zu weit. "Conann!" | |
sah diesen Film im Harmonie, Frankfurt - Original-Review | 14.09.2023, 13:25 |
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