Red Rooms

The Killer inside

von D.S.
Ein filmischer Kommentar auf die morbide Begeisterung vieler Menschen für reale Serienkiller, die spätestens mit Ted Bundy aufsehenerregende Ausmaße angenommen hat. Ursprünglich tatsächlich als soziologische Betrachtung des Phänomens „Mörder-Groupies“ geplant, hat sich das Werk des kanadischen Regisseurs Pascal Plante zu einem unterkühlten, bisweilen verstörenden „Fake-True-Crime-Thriller“ entwickelt, der mehr Wert auf Atmosphäre als auf explizite Szenen legt.

Klar beeinflusst von Michael Haneke und David Finchers MINDHUNTER, verfolgt der Film ein junges Model, das wie besessen vom Frauenmörder Chevalier (Maxwell McCabe-Lokos, ANTIBIRTH) scheint und geradezu obsessiv seine Gerichtsverhandlung besucht. Zwar verliert sich die Erzählung mitunter in nur bedingt glaubwürdigen Snuff-, Cyber-Crime- und Online-Poker-Handlungssträngen, ihre überzeugend gespielte Hauptfigur entwickelt aber nichtsdestotrotz im Laufe des Geschehens eine eigentümlich faszinierende Aura. Interessant ist RED ROOMS daher allemal, wirklich umgehauen hat er mich persönlich jedoch leider nicht. 6,5 Punkte.
D.S.

24.01.2024, 15:36



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