Nightwatch

„Have you ever been killed before?“

von Herr_Kees
Martin nimmt einen Job als Nachtwächter in der Forensik an, während auf Kopenhagens Straßen ein Serienkiller Frauen skalpiert. Zu allem Überfluss hat er mit seinem exaltierten Freund Jens (ein veritables Arschloch) auch noch eine Mutproben-Challenge laufen…

Ole Bornedals Thrillerklassiker hat bis heute nichts von seiner Atmosphäre eingebüßt. Das können ihm weder das mittelmäßige US-Remake noch die flache Fortsetzung (beide von Bornedal selbst inszeniert) nehmen.

Die nächtliche Leichenhalle ist an sich schon eine extrem ungemütliche Location. Wenn sich dann auch noch Tote selbstständig machen, ist das schon spooky und insbesondere das Finale ist richtig spannend.

Beim Wiedersehen nach rund 30 Jahren fällt allerdings auf, wie offensichtlich hier schon frühzeitig auf den Täter hingewiesen wird. Und auch, wie freizügig hier (vor allem männliche) Nacktheit gezeigt und mit Körperflüssigkeiten hantiert wird. Aber das war eben ein kleiner dänischer Film in den Neunzigern.

Apropos: Einen großen Reiz des Films macht natürlich auch aus, seine mittlerweile weltbekannten Stars in einem Frühwerk zu sehen: Kaum zu glauben, dass die stoische Kommissarin Lund aus THE KILLING, Sofie Gråbøl, hier als blonde „Damsel in Distress“ besetzt wurde. Kim Bodnia ist seinen Rollen als irgendwie liebenswerter Arsch auch in PUSHER, IN CHINA ESSEN SIE HUNDE, THE BRIDGE oder KILLING EVE treu geblieben, während Nikolaj Coster Waldau, berühmt geworden als ebenso cooler wie unmoralischer Jamie Lannister in GAME OF THRONES, hier in seinem ersten Film noch mit süßem Dackelblick durch die Gänge stolpert.
Herr_Kees

11.02.2024, 13:31



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