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Amelia's Children

Review

von traab
"Amelia's Children" (PT, 2023) ist ein portugiesischer Mystery-Horrorfilm.

Inhaltsangabe: "Edwards Suche nach seiner leiblichen Familie führt ihn und seine Freundin Ryley in eine prächtige Villa hoch in den Bergen Nordportugals. Er ist voller Vorfreude, endlich seine lange verschollene Mutter und seinen Zwillingsbruder zu treffen, um herauszufinden, wer er ist und woher er kommt. Doch bald wird klar, dass ein ungeheuerliches Geheimnis Edward mit den beiden verbindet, und nichts ist so, wie es scheint."

"Amelia's Children" startet mit einer starken Idee. Mit einem Gerät, welches die DNA ausliest, werden weltweit Verwandte gesucht – das klingt nach einer coolen "Black Mirror"-Folge. Schade nur, dass daraus nichts gemacht wird und es lediglich dazu dient, dass Edward seinen Zwillingsbruder findet.

Und dass er und seine Mutter jetzt nicht so die Tech Nerds sind und es recht unrealistisch ist, dass sie ebenfalls diese App nutzen, macht den Plot jetzt auch nicht glaubhafter.

Glaubwürdigkeit und realitätsnahes Verhalten sind aber auch sonst nicht die Stärke des Films, so trifft Edward seine Mutter, die er noch nie gesehen hat, nicht direkt, sondern später, was locker abgetan wird.

Spätestens ab dem Zeitpunkt war ich storytechnisch raus und hatte zumindest auf Atmosphäre oder guten Horror gehofft. Vergebens. Dafür ist der Film so dunkel, dass man in den düsteren Szenen oft überhaupt nichts erkennen konnte, was Frust anstatt Stimmung aufgebaut hat. Am Ende wird noch ein Retter etabliert, der so billig geschrieben wurde, dass ich mir nur an den Kopf fassen konnte.

Was mir gefiel, war die Obsession mit der Jugend und die Angst vor dem Altern und dem Sterben, die gerade junge Menschen gerne verdrängen.

Und auch sonst gab es einige interessante Ideen, wie die Änderung der eigenen Erscheinung bzw. ein falsches Bild jemandem anderen quasi einpflanzen.

Aber das reicht leider nicht aus. So ist "Amelia's Children" zwar kein kompletter Reinfall, aber wenn man bereits einige Horrorfilme gesehen hat, wird einen hier wenig überzeugen können.

"Time is a whore."
traab
sah diesen Film im Harmonie, Frankfurt - Original-Review

12.02.2024, 11:31



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