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Nightwatch: Demons Are Forever

Review

von traab
"Nattevagten - Dæmoner går i arv" (DK, 2023), international als "Nightwatch: Demons Are Forever" veröffentlicht, knüpft an den düsteren Horror-Thriller "Nattevagten" von 1994 an und präsentiert eine bodenständige nordische Fortsetzung.

Inhaltsangabe: "Die couragierte Medizinstudentin Emma arbeitet als Nachtwächterin im forensischen Institut und hofft, mehr über ihre bewegte Familiengeschichte zu erfahren. Hier entkamen ihre Eltern einst dem Serienkiller Wörmer nur knapp. Im Institut stoßen sie auf gruselige Details über die Verbrechen in der Leichenhalle, doch die brisanteste Entdeckung steht noch bevor."

Der Film, 30 Jahre nach den Ereignissen des Originals, bedient sich geschickt beim Vorgänger, angefangen mit einem Pool von Schauspielern, gleichen Gebäuden, derselben Musik und kleinen Gimmicks wie den Motten in der gleichen Lampe oder dem Mundgeruch der Nachtwächterin. Dabei entwickelt "Nattevagten - Dæmoner går i arv" eine düstere Atmosphäre ohne übernatürliche Elemente, die dem Film gut steht.

Die Fortsetzung präsentiert einen anderen Ansatz als das Original, ist weniger klaustrophobisch, dafür aber proaktiver, da Emma bei der Aufarbeitung ihrer leidvollen Familientragödie im Mittelpunkt steht.

Selbstverständlich darf auch ein Twist und Mysterium um den Antagonisten nicht fehlen und einige dumme Entscheidungen der Figuren, die mich beim Schauen aber wenig gestört haben, da ich von der allgemein düsteren Atmosphäre gefesselt und gespannt war, wie sich alles entwickeln sollte.

Zwar hätte man streng genommen einen Teil des alten Casts überhaupt nicht gebraucht und die Story hätte genauso gut ohne Kim Bodnia funktioniert, habe mich aber trotzdem gefreut ihn mal wieder zu sehen.

Kleiner Funfact: die Hauptrolle der Emma spielt Fanny Leander Bornedal, die Tochter des Regisseurs.

"Nattevagten - Dæmoner går i arv" erfindet zwar das Genre des düsteren Skandinavienthriller nicht neu, bietet jedoch einen grundsoliden Beitrag, der durch seine düstere Atmosphäre und als eine gelungene Fortsetzung überzeugt.
traab
sah diesen Film im Harmonie, Frankfurt - Original-Review

12.02.2024, 11:37



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