crazy

The Invisible Fight

Kung Fu-Clownereien im Kloster der Heiligen Honigheulerin

von Herr_Kees
Im Jahr 1973 bringen drei fliegende Black Metal-Chinesen, mit einem Ghettoblaster und Nunchucks bewaffnet, den Kung Fu über die Grenze in die UDSSR. Grenzsoldat Rafael, einziger Überlebender des Black Sabbath-Massakers, verschreibt sich fortan dem Kampfsport, wandelt sich zu einer Art irre dauergrinsenden Ostblock-Nicolas Cage und tritt in ein Kloster fröhlich herumhüpfender orthodoxer Kampfmönche ein.

Es ist ein Geschenk des Himmels, dass rechtzeitig vor Aufführung dieses Films der Genuss von Cannabis in Deutschland legalisiert wurde. Nüchtern ist dieser obskure Amateurfilm kaum zu ertragen, high wird er wahrscheinlich erst seine wahren Stärken entfalten.

Mit seiner obercringen Hauptfigur verspielt sich THE INVISiBLE FIGHT sogar seinen Exotenbonus binnen weniger Minuten. Da kann auch der „Humor“ nicht viel retten. Im Gegenteil: Mit Zeitrafferzappeleien und lustigen Geräuschen liegt das Niveau hier nur knapp über Benny Hill und Furzkissen. Wer sich eine gelungene und sehr liebevolle Martial Arts-Parodie ansehen will, der sei hiermit an den sehr lustigen KUNG POW verwiesen, der 2002 auf dem Fantasy Filmfest lief.

Das hier ist eine nette Kurzfilmidee mit schönen Sets und Kostümen, die ihr Pulver schon im Trailer komplett verschossen hat, nun aber auf knapp zwei Stunden ausgewalzt wird. Selbst Hardcorefans von Black Sabbath wird der rund 20-mal eingespielte immer gleiche Song („The Wizard“) nach diesem Film gehörig auf die Nerven gehen. Dann doch lieber zwei Stunden Schweigekloster.
Herr_Kees
sah diesen Film im EM, Stuttgart

20.04.2024, 11:44



Weitere Informationen (externe Links):
Unterstütze f3a.net durch eine(n) Leihe/Kauf bei unseren Partnern. #VerdientProvisionen