Sting

Im Mietshaus hört Dich niemand schrein

von Alexander
„Sting“ oszilliert munter zwischen heiterem Monsterfilmchen und ekligem Spinnenhorror. Dabei unterhält der nicht zu lang geratene Film sehr sympathisch durch sein klaustrophobisches, fast an „Alien“ erinnerndes, Setting, sowie die zahlreichen, recht skurrilen Bewohner eines, von einem Schneesturm umtriebenen und atmosphärisch in Szene gesetzten New Yorker Wohnhauses, welche nach und nach mit dem achtbeinigen und schnell wachsenden Krabbeltier konfrontiert werden.

Obwohl ich eigentlich kein Fan von „lustigen“ Horrorfilmen bin, konnte ich der Produktion für ihre selbstironischen Gags nicht böse sein, und musste an einigen Stellen sogar herzhaft lachen. Die erfrischenden Sprüche, die der Kammerjäger z. B. raushaut, erinnern manchmal an einen Eddie Murphy zu seinen besten Zeiten, und waren auch mindestens genauso spaßig. „Sting“ droht aber nie in reinen Klamauk abzudriften. Dafür sind sowohl der durchgehende Spannungsbogen dann doch zu intensiv, als auch einige der blutig-schleimigen Spinnen-Szenen zu extrem.

Wieder einmal können sich die Fans also über einen neuen Vertreter des Subgenres „Tierhorror“ freuen, der aus seinem wahrscheinlich sehr begrenzten Budget das maximal mögliche herauskitzelt, indem er seinen Arachniden sich in einem fast an ein Kammerspiel erinnernden und liebevoll ausgestalteten Film austoben lässt. Zart besaitete Zuschauer kratzen sich wahrscheinlich schon nach wenigen Minuten am ganzen Körper, alle anderen haben einfach nur Spaß.

Wer auf Filme wie z. B. „Eight Legged Freaks“ oder „Vermin“ steht, ist hier vermutlich goldrichtig. Tierfreunde und Arachnophobiker bleiben aber vielleicht besser weg.
Alexander
sah diesen Film im Harmonie, Frankfurt

27.04.2024, 08:02



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