Nina

Rache ist bitter

von D.S.
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Gerade mal 16 Jahre alt ist Nina, als sie Hals über Kopf ihre beschauliche Heimatstadt verlässt. Inzwischen erfolgreiche Schauspielerin in Madrid, kehrt sie drei Jahrzehnte später zurück. Angeblich nur, um das Grab ihres vor Kurzem verstorbenen Vaters zu besuchen. Doch das Jagdgewehr, mit dem sie zu Beginn des Films im strömenden Regen auf den Hinterkopf eines alten Mannes zielt, spricht eine andere Sprache …

Während die Atmosphäre ab dem ersten Moment angespannt ist, erschließt sich der Plot von NINA erst nach und nach. Untermalt von einem herausragenden, düster dräuenden Score, kommt hier eine dunkle, mithilfe zahlreicher Rückblenden erzählte Rachegeschichte zum Vorschein, die es in sich hat. Insbesondere, da sie das Augenmerk nicht nur auf die Tat und den Täter lenkt, sondern auch darauf, was die Tat mit dem Opfer angerichtet hat - und darauf, inwieweit sich Mitwissende mitschuldig gemacht haben.

In vielerlei Hinsicht inhaltlich also eher ein tiefschürfendes, bitteres Drama als ein klassischer Genrefilm, sorgt die spannungsvolle und stilsichere, manchmal fast ein wenig an Hitchcock erinnernde Inszenierung dafür, dass der Film auch als Thriller funktioniert. Und über den größten Teil seiner Laufzeit fesselt. 6,5 von 10 Punkten.
D.S.

27.09.2025, 20:47



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