Japanese Highschool Girls in Trouble!von Herr_Kees | Permalink |
„Jede Katze kann Türen öffnen. Aber nur eine Geisterkatze kann sie auch wieder schließen.“ Willkommen im Wahnwitz des Nippon-Popflicks HAUSU! Weil ihr Ferienlager ausfällt, besucht Oshare mit ihren Mitschülerinnen die lange nicht gesehene Tante. Auf ihrem Weg passieren die sieben Geißl… Zwer… Schulmädchen mehrere liebevoll handgemalte Matte-Paintings und einen Melonenhändler, der etwas später zu einem Skelett verpufft. Dass die altgeschminkte Tante nicht ganz knusperknusperknäuschen ist, fällt den Mädels gar nicht auf, da sie viel zu sehr abgelenkt werden von fliegenden Köpfen, menschenfressenden Klavieren und einer grüne Augenblitze verschießenden Katze. Dass die Macher des Films sich wohl ordentlich an bewusstseinsverändernden Substanzen bedienten, steht außer Frage, schließlich waren es die 70er. Auch dass die 12-jährige Tochter des Drehbuchautors am Skript mitwirkte, macht Sinn. Anrechnen muss man den Verantwortlichen jedoch, dass sie bei den Effekten dann doch irgendwie die richtigen Knöpfe gedrückt haben. Visuell bietet insbesondere das letzte Filmdrittel einige interessante Perspektiven mit Retro-Videotechnik, wie sie damals auch der Kindersendung „Lemmi und die Schmöker“ zur Verfügung stand und Zeichentrickeinsprengseln im Stil des Beatles-Grafikers Klaus Voormann. Dazu singt die japanische Folkpopband Godiego hübsche Songs, die damals im Westen sicherlich auch Hits geworden wären. HAUSU ist bei weitem kein Meisterwerk, es ist eher ein filmisches Kuriositätenkabinett, ein schönes Zeitdokument, inklusiver aller Aspekte, die man an den 70er-Jahren nervig finden konnte. | |
28.11.2025, 18:40 | |
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