The Holy Boy

Hug the pain away

von Herr_Kees
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Sergio, ehemaliger Judomeister, fängt seinen neuen Job als Sportlehrer in dem abgelegenen Dorf Remis an. Temporär, wie er betont. Sergio hat einen schmerzlichen Verlust zu verarbeiten. Da ist er in Remis genau richtig: die Einwohner sind ausnahmslos bestens gelaunt, Lächeln ist an der Tagesordnung. Klar, dass der missmutige Sportlehrer wie ein Fremdkörper wirkt.

Barfrau Michaela, deren hochprozentige Bestände Sergio mit seinen regelmäßigen Besuchen ordentlich reduziert, hat Mitleid mit dem Trauernden und führt ihn in das Geheimnis des „lächelnden Tals“ ein: Matteo, der titelgebende HOLY BOY nimmt mit nur einer einzigen Umarmung alles Leid von einem. Doch Matteo ist kein Geschenk Gottes und Sergios Ankunft wird das bestehende System derart verstören, dass Tod und Verderben unausweichlich sind.

Diese Geschichte hätte sogar das Potenzial für eine Miniserie gehabt. Regisseur und Co-Autor Paolo Strippoli schafft es jedoch, in zwei Stunden zahlreiche Aspekte des Stoffes sowie Subgenres wie Arthousedrama, Mysterythriller und Okkult-Horror auszuloten. Sein Film ist visuell interessant, inhaltlich spannend, auch nachdem das erste Mysterium gelüftet ist und hält den Zuschauer bis zum enigmatischen Ende gefesselt. Sehenswert.
Herr_Kees
sah diesen Film im das Metropol, Stuttgart

18.01.2026, 00:46



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