My Daughter is a Zombie

K-Pop Zombie Jumpers

von Herr_Kees
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Der Film könnte glatt im selben Universum spielen wie TRAIN TO BUSAN – wenn der ein Happy End gehabt hätte. Hier wurde die koreanische Zombieseuche nämlich unter Kontrolle gebracht und es existiert nur noch eine einzige Infizierte: das Teenagermädchen Sooh-ah.

Deren Vater Jeong-hwan tut nun alles, um seine Tochter vor Regierung, Militär und neugierigen Nachbarn zu beschützen – und sich vor ihr. Jeong-hwan trainiert ihr Beißhemmung an, lehrt sie einfache Kommunikationstricks und hofft auf ein Gegenmittel.

Nicht nur das Genre ist seit Jahren durch, auch dieser spezielle Plot wurde schon mehrfach durchgespielt, sowohl mit Zombies (MAGGIE) als auch mit Vampiren (LET THE RIGHT ONE IN), ernsthaft, als Komödie und sogar als Kinderfilm (DER KLEINE VAMPIR). In den besten Fällen wurde dabei zumindest das Genre ernst genommen. JOMBITTAL (= Zombietochter) nimmt eigentlich nur ein Thema ernst: die Familie. Und was der Film hier anstellt, überschreitet mehr als einmal die Grenze zum Kitsch.

Klar, Pathos und Komik koreanischer Filme gehören grundsätzlich zu den eher gewöhnungsbedürftigen Elementen für westliche Zuschauer. Ob man mit dem Film warm wird, entscheidet sich daher bereits in den ersten Minuten: Wenn Sooh-ah und ihr Daddy sich wild gestikulierend und grunzend durch die Zombiehorden bewegen, um nicht aufzufallen und dann noch ein paar Dancemoves einstreuen, dann kann man das albern, kindisch oder peinlich finden. Millionen Koreaner fanden es offenbar witzig. Ebenso wie die resolute Kung Fu-Oma, die K-Pop-Tanzeinlagen und die CGI-Katze. Das ist eben ein ganz eigener Humor. Wobei, die (reale) Katze ist schon ganz süß.

Fazit: In Festivalatmosphäre vielleicht ein nettes Nachmittagsfilmchen, im Heimkino eine unlustige Quälerei für Anhänger echter Zombiefilme.
Herr_Kees

19.01.2026, 14:57



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