Honey Bunch

Love is stronger than death

von Alexander
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Ich liebe verrätselte, langsame Filme aus dem „Mystery“ Genre. Es werden nur leider nicht mehr viele davon gemacht. „Honey Bunch“ ist ein Fest für Freunde des Genres, wirkt in seiner ersten Hälfte wie aus der Zeit gefallen, und die von anderen Rezensenten genannten Parallelen zum 70er-Kino bieten sich angesichts der eigentümlichen Farbgestaltung, der Kamera, des Lichts und der Erzählstruktur nahezu an. Der Film weckt Erinnerungen an Brian de Palma's „Obesession“ oder Nicolas Roeg's „Wenn die Gondeln Trauer tragen“.

Geduldige Zuschauer, die sich auf das langsame Erzähltempo einlassen, werden mit einer eindrucksvollen, dichten Atmosphäre in einer wahrlich unheimlichen Geschichte belohnt. Der Kopf schlägt Kapriolen, beim Versuch herauszufinden, was genau hier eigentlich passiert. Dabei liefert „Honey Bunch“ bis zur eigentlichen Auflösung des Rätsels nicht wirklich viele Hinweise, und perfider Weise verbirgt sich ein kleiner „clue“ bereits im Titel des Films.

So macht es eine lange Zeit lang wirklich Freude, sich in das nahezu gotische Labyrinth einer enorm immersiven Welt hineinziehen zu lassen, bis der Film im letzten Drittel dann plötzlich das Tempo wechselt und dabei leider auch seiner bisherigen Erzählstruktur untreu wird.

Das zuvor bis in das kleinste Detail liebevoll aufgebaute Gebilde aus Atmosphäre, Rätsel und Mysterium, reißen die Regisseure Madeleine Sims-Fewer und Dusty Mancinelli unerwartet abrupt ein, und schockieren mit einigen sowohl harten als auch unappetitlichen Momenten, die man so nicht erwartet hatte. Ein ebenso verstörender wie auch tragischer Twist, den zumindest ich nicht so habe kommen sehen, der mir aber in seiner brachialen Umsetzung mit zu viel unnötiger und stellenweise auch ungelenk wirkender „Action“ im letzten Drittel zum einen zu früh kam, zum anderen nicht so recht zum Rest des wunderbaren Films passen wollte, sonst hätte ich noch höher bewertet.

„The poet's voice lingers on
His words hang in the air
The ground you walk upon
My death will not be there

I take you through my dreams
Out into the darkest morning
Past the bloodfilled stream

In the willow's shade
Don't lie to hear it weep
For its tears of gold and jade
Will drown you as you sleep“

The Garden of Jane Delawney
Alexander

15.02.2026, 12:40



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