Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes

Kettenhund ohne Biss

von Alexander
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Ein zugedrogter, waschechter badass-boy, Meister des Mischkonsums, rotzige Arschloch-Attitüde und East-London Akzent quasi in Dauerschleife, soll stubenrein domestiziert werden und wird in einem Kellerloch an die Wand gekettet und fortan wie der kleine Alex in „Uhrwerk Orange“ diszipliniert. Diese nun wirklich nicht neue Idee funktioniert eine Weile ganz gut, wird aber irgendwann öde und war mir bereits nach einer halben Stunde zu langweilig.

Ich mache es heute mal kurz und schließe mich meinen Vor-Rezensenten an: Dem Film fehlt es einfach am „gewissen Etwas“, er polarisiert nicht, ist weder verstörend genug noch besonders emotional, sondern spult sein sehr vorhersehbares Konzept einfach nur stringent, spannungsarm und ohne nennenswerte Überraschungen ab, zumal in einer sich recht streckenden Länge von 140 Minuten. Mit etwas mehr Härte und Straffung hätte daraus vielleicht noch etwas werden können.

Dabei hat der Film durchaus auch seine Momente, am besten davon haben mir noch „Boys“ Exzesse zu Beginn der Geschichte gefallen. Der gesamte Rest war leider recht vorhersehbar. Ich mag halt lieber Filme die mich überraschen. Aber vielleicht liegt es auch einfach daran das ich Movies, in denen irgendeine arme Sau stunden- oder tagelang an einen Stuhl oder eine Wand gefesselt ist, nicht besonders gut goutiere, ganz einerlei, ob es sich dabei um die „Crazy Old Lady“ oder „Serious Moonlight“ mit Meg Ryan handelt (kleiner Scherz). Ich finde solche Settings in der Regel wenig aufregend und das Beste an so einem Kammerspiel ist dann leider häufig auch einfach nur die Kammer.
Alexander

29.03.2026, 16:04



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