Mārama

Ein filmischer Haka

von Leimbacher-Mario
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„Mārama“ ist ein neuseeländisches Gothicdrama zwischen ewigem Genozid und später Genugtuung, wenn eine junge Frau im 19. Jahrhundert in eine riesige Villa im viktorianischen England kommt und mit ihrer verstörenden Familiengeschichte konfrontiert wird…

Die Maori im roten Kleid

Eine ungewöhnliche Kombi der Themen und Vibes lässt „Mārama“ aus dem Genreschnitt zumindest etwas herausragen. Die Landschaften, das Schloss, die tatkräftige Protagonistin. Die Walmetapher. The (Not So) Innocents. Gerade das letzte Drittel, wenn dann viele (DNA-)Stränge zusammenlaufen, hat es in sich und lässt manch eine Länge zuvor verblassen. Die leichten Zeitsprünge, Verzwickungen und Erkenntnisse fallen oft beiläufig, sodass schon Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert sind oder sich zumindest lohnen. Daher lässt „Mārama“ nicht allzu oft die Maorimuskeln spielen, gerade in der ersten Hälfte mangelt es an Highlights, aber wenn, dann verfehlt er seine Wirkung nicht.

Fazit: Solides, brodelndes und klasse ausgestattetes Maori-Gothic-Racheepoos. Keine allzu alltägliche Kombi. Wütend-starke Hauptdarstellerin. Ein paar echt fiese Engländer. Eine der besten Tanz-und-Theaterszenen. Ehrbare Absichten. Runde Sache.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

18.04.2026, 20:41



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