Sleeping with the enemyvon Herr_Kees | Permalink |
Der Tod des Kanarienvogels hätte Amani eine Warnung sein können. Doch sie hat ganz andere Probleme: Ihr Ehemann Khaled steht vor der Tür, in Begleitung einer attraktiven jungen Frau, die er ihr als Zahra vorstellt – seine zweite Ehefrau. Schwanger mit seinem sehnlichst gewünschten Sohn. Diese Prämisse ist schon spannend genug. Dass Regisseur und Co-Autor Majid Al Ansari sie als Spukfilm umsetzt, macht das Ganze nochmal interessanter. Denn nicht allein, dass Zahra die Familie bedroht und Tochter Noor langsam auf ihre Seite zieht. Amani wird auch von Schreckensvisionen heimgesucht, ihr eigenes Heim und ihre Familie entgleiten ihr. Sie beginnt, Zahras Vergangenheit zu recherchieren. Ist Zahra eine Heiratsschwindlerin oder gar eine Hexe? Oder ist sie eigentlich ganz unschuldig und Amani paranoid? Da die Mehrehe in arabischen Ländern zwar selten, aber durchaus legal ist, ist die psychologische Belastung Amanis absolut nachvollziehbar. Sie erlebt hier einen persönlichen Alptraum, der durch den Einsatz von creepy Atmosphäre und gut gesetzten Schocks filmisch noch verstärkt wird. Inhaltlich ist der Film etwas redundant und die Schlusspointe hätte man eleganter setzen können, doch alles in allem ist THE VILE sehr kohärent und funktioniert auf beiden seiner Ebenen sehr gut – als Psychogramm mit gesellschaftlicher Relevanz und als spooky Gruselfilm. | |
sah diesen Film im das Metropol, Stuttgart | 26.04.2026, 23:53 |
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