Gute Freunde kann niemand trennen... auch kein Hattori Hanzo!von Leimbacher-Mario | Permalink |
Wie eine südkoreanisch-hochwertige Melange aus "Kill Bill", Takeshi Kitano und "Stand By Me" wirkt "City of Violence" manchmal, der über alte Freunde erzählt, die sich auf der Beerdigung von einem von ihnen das erste Mal seit der Jugend wiedersehen. Und da der Tod ihres alten Kumpanen etwas fischig riecht, kämpfen sich die zwei Schlagkräftigsten der Truppe zu den wahren Gründen des Todes vor, durch die Vergangenheit und Unterwelt der Stadt... Schwarze Anzüge, scharfe Schwerter, brodelnde Rache, stoische Mafiosi, alte Freunde, coole Musik, dunkle Geheimnisse, erhellende Rückblenden. "City of Violence" lässt Koreakinofans mit der Zunge schnalzen. Tarantinos Einflüsse gingen natürlich und hier sehr spürbar auch wieder zurück nach Asien. Es sind durchaus ein paar schöne Herren genauso wie echte Charakterfressen dabei. Die Goreausschläge sind erbarmungslos. Und das Finale ist fast schon unantastbar. Kein "Oldboy". Kein "The Raid". Kein "Infernal Affairs". Aber ein verdammt starker Koreakracherkompott all dieser Hits. Nicht A-Klasse. Aber sehr leicht zu goutieren. Mit einigen echt brutalen, kreativen und durchschlagenden Actionsequenzen. Fazit: Die Handlung wird für meinen Geschmack unnötig aufgeblasen und sprunghaft erzählt, obwohl sie eigentlich so simpel ist. Aber Style, Härte, Action und Finale stimmen auffällig gut. Nihilistisch und bitter. Heftig und stilsicher. Südkorea in den 00ern eben. Da macht man selten etwas mit falsch. | |
28.05.2026, 15:23 | |
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