crazy

Kinki

V/H/S Japan

von Herr_Kees
Permalink
Es ist was faul in der Region Kinki: Ein Investigativjournalist des „Super Mystery Magazins“ ist mitten in der Recherche einer heißen Story verschwunden. Nun müssen die zwei Kolleg:innen Chihiro und Ozawa versuchen, aus dem zurückgelassenen Material schlau zu werden. Was letztlich als Rahmenhandlung für diverse Found Footage Videos aus rund 15 Jahren dient, in denen Menschen verschwinden oder zu Tode kommen, u. a. aufgrund urbaner Mythen wie verfluchter Onlinevideos und SMS-Kettenbriefen des Todes. In den Videopausen erklären die beiden sich (und uns) überdeutlich, was es mit dem Gesehenen auf sich hat, erschrecken ein Medium, schleichen nachts durch schlecht beleuchtete Gegenden und schauen ins Internet.

Regisseur Kôji Shiraishi hat vor 20 Jahren mit NOROI einen der besseren J-Horrorfilme gedreht, aber vor 10 Jahren eben auch den unsäglichen SADAKO VS KAYAO. Ganz so schlimm ist KINKI zum Glück nicht geworden. Ein Grusel-Glanzstück allerdings auch nicht.

Die Story wirkt durch die vielen Videos fragmentiert, ein rechter Spannungsbogen wird nie aufgebaut. Zwar gelingen ein paar spooky Szenen, aber die meisten Videos sind eher langweilig oder nervig, die Effekte zum Teil unfreiwillig komisch. Dabei hätte das Konzept durchaus getaugt, um wahlweise eine große Hommage oder einen intelligenten Meta-Kommentar zum Subgenre des J-Horror abzugeben. Es bleibt aber bei einem episodischen Durchschnittsgrusler.
Herr_Kees
sah diesen Film im das Metropol, Stuttgart

19.06.2026, 18:56



Weitere Informationen (externe Links):
Unterstütze f3a.net durch eine(n) Leihe/Kauf bei unseren Partnern. #VerdientProvisionen