Funzt, rockt & schockt!von Leimbacher-Mario | Permalink |
Eine Doku auf dem Fantasy Filmfest… Interessant. Jedoch dermaßen hochwertig, speziell, düster, wichtig, ehrlich und filmisch genug, dass das schon ganz gut in's Programm passt und man regelmässig staunen und jubeln und nicken muss… Selbst wenn man wenig mit dieser abgründigen Art von Metal anfangen kann… Erzählt wird in „Hex“ von der noch relativ frischen, norwegischen all female Black Metal-Band „Witch Club Satan“, die in den letzten drei Jahren seit ihrer Gründung und ihrem Pakt ihr Land, Musikgenre und jegliche Vorurteile gegenüber Frauen im Metal und modernen „Hexen“ gehörig aufmischen… Pussy Power from Hell Dass Black Metal jetzt nicht gerade die weiblichste und frauenfreundlichste Musikrichtung ist, dafür muss man nicht für den Rolling Stone schreiben. Das war lange Zeit, denke ich, kein reines Vorurteil. „Hex“ zeigt jedoch beeindruckend und eindeutig eine Reise und Entwicklung – der Frauen, der Band, der Skills, der Musik, des Musikgenres, der Musiklandschaft, der ganzen Gesellschaft –, dass sich das alsbald ändern könnte oder eben durch „Witch Club Satan“ schon geändert haben könnte. „Hex“ ist Konzertfilm und Bandporträt, „Hex“ ist Gesprächskreis, Hexenprozess und historische Aufarbeitung wie Verknüpfung von Musik, Frausein und Hexerei, „Hex“ ist female empowerment und Mittelfinger an den Status quo, „Hex“ ist Doku, Film und dreifacher Seelenstriptease. Und all das zusammen ergibt für mich eine faszinierende Randerfahrung. Die Musik ist dabei gar nicht meins. Die Frauen finde ich aber dennoch wahnsinnig inspirierend, mutig und toll… Wenn die Gebärmutter Feuer spuckt Fazit: Interessanter, inniger und intimer Dokufilm über eine der aufstrebenderen Black Metal-Bands Europas – starker Stoff, stärkere Entwicklung, stärkste Frauen! | |
sah diesen Film im Residenz, Köln | 10.09.2026, 01:47 |
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