crazy

At the Place of Ghosts

Sieht den Wald vor lauter Brüdern nicht

von Leimbacher-Mario
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„At the Place of Ghosts“ aus dem ruralen Kanada kommt leider schwer bis gar nicht in den Tritt und muss leider als fast schon typisch-trantütiger „Erster Tagesslot“ auf dem Fantasy Filmfest abgestempelt werden, wenn wir zwei Brüdern durch den Wald, ihrer familiären Vergangenheit und eventuell wenig aufgearbeiteten Sünden folgen…

Eine Wanderung ist lustig … sagten sie…

Der meint es doch nur gut… Tja, das hilft mir wenig, wenn ich mir drei Löcher und einen Schrebergarten in den Bauch langweile beim Ansehen und Durchstehen von „At the Place of Ghosts“. Die beiden Jungs spielen das gut und intensiv. Manch ein waldiges Bild und Thema sieht einigermaßen hübsch aus. Und die Reise durch die Jahrhunderte, die Sünden unserer Väter und den Versuch der Vergebung sind alles wichtige und schwere Themen. Aber sie haben bei mir in diesem Film und Zusammenhang leider nie auch nur annähernd genug gezündet. Es gibt riesige Wölfe und mysteriöse Tore, es gibt Bürgerkriegssoldaten und dramatische Schießübungen, es gibt Heiler und Hüter, Vergebung und Vergeltung. Doch was sich auf dem Papier wie eine düstere und bittersüße Reise zweier Brüder anhört, ist für meinen Geschmack auf der eigentlichen Leinwand dann völlig valiumiert und nur in Zeitlupe vorangekommen. Anstrengend!

Fazit: Mit dem Herz in der Hand, der Vergangenheit im Rücken und viel Holz vor den Hütten… Intim ohne Spleen. Persönlich bis platt. Für mich leider eine ziemliche Schlaftablette.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

10.09.2026, 23:28



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