Man hört sich!von Leimbacher-Mario | Permalink |
„Recluse“ schließt sich ungeniert, wenig inspiriert und fast traditionell dem „Old spooky House“-Subgenre an, wenn er eine junge Tontechnikerin in ihre elterliche Villa schickt, wo ihr Vater verbrannt und sterbend im Bett liegt und sich einige gruselige Dinge zutragen, die selbstredend auch mit der verqueren Familiengeschichte zu tun haben… Reklusion ist auch keine Lösung Eigentlich mag ich solche altmodischen „Spukhausgrusler“. Langsam aufgebaut, behutsam eingeführt, stilvoll durchgezogen, pietätvoll zu Ende gebracht. Und in gewisser Weise trifft das auch auf „Recluse“ zu, der seine Vorbilder gut studiert hat und imitiert. Viel Neues kann er jedoch nicht auf diesen reich gedeckten Tisch stellen. Ein paar feine Bilder, ein paar fiese Tonspuren, etwas creepy Kunstwerke. Alte Gemäuer, mysteriöse Tode, ungemütlicher Stammbaum, knirschende Türen, gemeine Geheimnisse, durchhängende Spinnweben, durchgeladene Armbrüste. Allzu viel Neues gibt’s hier wie gesagt nicht. Allzu viel richtig Schlechtes aber auch nicht. Ein Film wie „Recluse“, passabel aber monoton, hat es jedoch an jedem halbwegs geladenen Genrefilmfestivaltag schwer… Generic Gothic Grusel Fazit: Ein paar hübsche Bild- und Tonkompositionen und fiese Familienfallstricke täuschen kaum drüber hinweg – „Recluse“ zieht sich kreativ eher auf Altbewährtes zurück, anstatt an's Licht und in die moderne erste Reihe zu treten! The (familiar) Haunting. | |
sah diesen Film im Residenz, Köln | 12.09.2026, 00:49 |
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