crazy

The Restoration at Grayson Manor

Antipathieansammlung der artifiziellen Aggressoren

von Leimbacher-Mario
Permalink
„The Restoration at Grayson Manor“ wirkt teils wie eine ekligere, inzestuösere, wesentlich hassenswertere und natürlich auch schwulere Version der „Addams Family“, gemischt mit klassischen Monstermotiven, wenn ein Unfall einen zickigen, schwulen und steinreichen Musiker in's Bett des Herrenhauses seiner scheinbar gehassten Mutter buxiert – und sich eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern und Krankenschwestern an seine abstruse „Aufpäppelung“ und „Restauration“ macht…

Des schwulen Synthpoppers eiskalte Händchen

Ein Titel, der auf der Genrezunge zergeht. Eine Familie, die an Abartigkeit und Skrupellosigkeit schwer zu überbieten ist… Das Ganze in schwul, blutig, bizarr und comichaft überzogen. Camp done right? Jein. Es ist natürlich schwer, da zu relaten und auch nur einigermaßen herzliche Anknüpfpunkte zu finden. Irgendwem überhaupt die Daumen zu drücken. Aber als bitterböse „Jeder gegen jeden“-Nummer funktioniert das schon. Nicht sehr tiefgreifend. Aber einigermaßen entertaining. Familiäres Chaos der gestohlenen Körperflüssigkeiten. Wenn man einen schwarzen und abgründigen Humor besitzt, folgt man der Hatz mit einem ungläubigen Grinsen. Und wenn man das in letzter Zeit vielleicht nicht schon zu oft gesehen hat… Geschmacklos gut. Gehaltvoll nicht.

Fazit: Kann man trotzdem Spaß haben, wenn man fast ausschließlich Psychos und Arschlöchern folgt? Joa, schon irgendwie. Augenzwinkernd-abartige Herrenhausmischpoke ohne Herz, aber mit perversem Verve.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

12.09.2026, 00:53



Weitere Informationen (externe Links):
Unterstütze f3a.net durch eine(n) Leihe/Kauf bei unseren Partnern. #VerdientProvisionen