crazy

Never After Dark

„Who you‘re gonna call…?“

von Herr_Kees
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Airi arbeitet nachts nicht. Da hätten die Geister zu viel Macht, sagt sie. Gemeinsam mit ihrer Schwester Miku ist sie als reisende Geisterbeschwörerin unterwegs und ermöglicht spukenden Toten den Durchgang in die nächste Welt. Ach ja, Miku ist ebenfalls schon ein paar Jahre tot. Nur Airi kann sie sehen und mit ihr sprechen. In dem alten, geerbten Hotel von Teiko und ihrem Sohn Gunji treffen die beiden auf einen Spuk, der aus dem Muster fällt. Ihre routinierten Methoden funktionieren nicht und plötzlich müssen alle um ihr Leben fürchten. Dabei droht die größte Gefahr gar nicht aus dem Jenseits…

Nimm das, INSIDIOUS! Dieser kleine, feine japanische Geisterfilm vom amerikanischen (!) Regisseur Dave Boyle zeigt, wie man einen wirklich unheimlichen Film hinbekommt, der einen zudem noch berührt.

NEVER AFTER DARK beginnt leichtfüßig als Feelgood-Ghoststory, wird aber zunehmend bedrohlich, bis er schließlich sogar noch bei fiesem Bodyhorror ankommt. Dabei bleibt der Film trotz vertrautem Setting stets ungewöhnlich und kreativ. Allein das Ritual, mit dem Airi in die Geisterwelt abtaucht, ist ebenso simpel wie faszinierend.

Eine echte Genreperle, die vom Mainstreamjumpscarespuk meilenweit entfernt ist und stattdessen mit einem intelligenten Script, echten Charakteren, spürbarer Atmosphäre und unheimlichem Horror durch langsame Kamerafahrten und Reveal Shots be-geistert. Wer Ti Wests THE INNKEEPERS mochte, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.
Herr_Kees
sah diesen Film im Gloria 2, Stuttgart

12.09.2026, 00:35



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