Species

Arbeiten bis zum Burnout

von Herr_Kees
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Die junge Ärztin Margot wird in der Notaufnahme von ihrer Chefin ganz schön rangenommen. Und dann holt die sich auch noch eine seltsame Krankheit, die starke Blutungen und eine unschöne Veränderung der Haut zur Folge hat. Das darf natürlich niemand erfahren, sonst würde sie womöglich ihre Stelle verlieren. Bei ihrer geheimen Recherche stößt sie auf ähnliche Fälle, die dummerweise alle in Gewalttätigkeit und/oder Tod endeten.

Das Regiedebut von Marion Le Coroller ist irgendwo zwischen der treibenden Krankenhaushektik von HELDIN, der schrillen Plakativität von THE SUBSTANCE und dem femininen Bodyhorror von RAW angesiedelt. Der Film fährt jedoch genügend eigene interessante Ideen auf, sodass man lange nicht weiß, wo das Ganze hinführt. Die Entwicklung, die uns die letzten Bilder präsentieren, hätte man dann auch tatsächlich gerne noch etwas detaillierter erkundet. Das platte Brutalofinale hätte der Film hingegen gar nicht nötig gehabt.

Ein paar Abstriche (sic) muss man auch beim Bodyhorror machen – die entsprechenden Szenen tun meist nicht wirklich weh, zu abstrus sind die Situationen und zu künstlich/künstlerisch ist das Geschehen inszeniert. Eine echte Ärztin würde wohl den eigenen Körper kaum so "behandeln". Von solchen Details abgesehen bietet SANGUINE allerdings anregende, intelligente und kurzweilige Horrorunterhaltung, gut gespielt und inszeniert. Empfehlung!
Herr_Kees
sah diesen Film im Gloria 2, Stuttgart

13.09.2026, 11:11



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