The Fox

Dieser Fuchs gibt keine Fucks

von Leimbacher-Mario
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„The Fox“ ist ein oft urkomischer Genremix und ein wenig der australische Anti-„The Lobster“, wenn er einen Jäger und frisch verlobten Mann auf einen ausgebufften Fuchs hören lässt, der dessen angeknackste Beziehung mit einem weirden Vorschlag retten will…

Die (Bett-)Decke zwischen Menschen und Tieren ist dünn…

Typisch australisch – aber weltweit witzig! So könnte man „The Fox“ beschreiben, dessen Akzente manchmal etwas schwer zu verstehen sind und der am Ende vielleicht nicht ganz weiß, wie er einen luftdichten Deckel auf das grenzgeniale Konzept, die kauzige Kleinstadt und die etlichen Konflikte kriegt. Er lässt's dann einigermaßen akzeptabel auspendeln. Doch ansonsten gibt's zu dieser (naiv versexten) schwarzen Komödie wenig zu meckern. Instinkte und Irrglauben. Die letzte (Sprech-)Rolle für Sam Neill ist ein Hit – er geht mit etlichen lauten Lachern und wird sehr vermisst werden! Olivia Colman steht ihm in nichts nach. Und auch die restlichen „realen“ Darsteller spielen das mit enorm viel Mut, Zeigefreudigkeit, Spielwiese und einfach nur komödiantisch famosem Timing. Vor allem Jai Courtney hat jetzt richtig seine verrückte Weirdonische gefunden – ich gönn's ihm von Herzen! Aber vor allem brilliert das Drehbuch in „The Fox“. Wer ist Fuchs, wer ist fuchsteufelswild, wer fickt's und wer gibt keinen Fick mehr?! Alles herrlich offbeat und zum Mitgrölen. Bei keinem Film auf dem Fantasy Filmfest diesen Monat in Köln wurde lauter, öfter und herzlicher gelacht. Okay, war recht depressiv und nihilistisch, das diesjährige Aufgebot. Trotzdem will das etwas heißen, wenn das Publikum dermaßen anspringt! Und „The Fox“ gewinnt die Sympathien einfach spielerisch, frech, oft schlicht genial. Mit unerwarteten Haken, ausgeklügelten Finten und verflixten doppelten Böden. Klasse Pärchenfilm. Auch um zu testen, ob man denselben (abgründigen) Humor hat. Ein familienfreundliches – und dann doch wieder nicht ganz familienfreundliches – Fest!

Fuchsschwänze und schwarze Löcher

Fazit: Köstliche Beziehungssatire – mit tierischen Crowdpleaserqualitäten! (K)Ein Fuchs, wer anders denkt!

Die erste Regel des kölschen Grundgesetz: Et es wie et es!
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

15.09.2026, 00:38



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