Tanz der Nonnasvon Leimbacher-Mario | Permalink |
„Unholy Night“ hätte vielleicht besser auf die Fantasy Filmfest White Nights anstatt auf dem septemberlichen Hauptfestival gepasst – aber das Timing solcher Genretitel kann man sich natürlich nicht immer aussuchen. In jedem Fall erzählt der X-Mas-Zombie-„Schmankerl“ von einer italienischen Familie, deren untote, „geliebte“ und gefräßige Großmutter das weihnachtliche Dinner gehörig aufmischt… Hätten wir doch mal lieber Raclette gemacht… Als (zumindest stammbaumtechnisch) halber Italiener hat „Unholy Night“ bei mir einen deutlichen (Oliven-)Stein im Brett. Wie hier das Ätzende und Nervige und Anstrengende oder gar „Verfluchte“ an der italienischen Familie, dem italienischen Weihnachtsfest und italienischen Ansichten/Traditionen übersteigert wird, finde ich schon klasse. Und mutig. Selbst wenn man am Ende doch zu einem sehr versöhnlichen Ende kommt. Aber insgesamt funktioniert genau das, was italienfremde Zombiefans hier wohl am ehesten als hysterisches „Füllmaterial“ betiteln würden, für mich persönlich am besten. Der Zombieanteil dieser Weihnachtshatz … naja. Eher naiv-süß, wenn man's positiv ausdrücken will. Oder komplett egal, wenn man gehässiger (und ehrlicher) drauf ist. Am Ende zieht der Film noch aus dem Nichts eine bizarre Fulci-Shyamalan-Kreuzung aus dem ausgeleierten Hut, über die man am besten auch einfach hinwegschmunzelt. Fertig ist ein Film, in Teilen wie für mich gemacht, in Teilen aber auch auffällig stangenwarig. Fast eher auf TV-Niveau. Italienische Delikatessen Fazit: Night of the Living Italian… Die Hassliebe zur italienischen Sippschaft und Familie atmet „Unholy Night“ überdeutlich und köstlich. Erst recht, wenn man damit wie ich persönliche Erfahrung hat. Als Zombiekomödie allerdings ist das arg schmächtig. | |
sah diesen Film im Residenz, Köln | 16.09.2026, 01:09 |
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