Nothing to Lose

Netherland Syndrome

von Herr_Kees
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Johan hat seinen Vater erschlagen. Mit einem Hammer. Das erzählt er freimütig und detailliert, immerhin wollte er so seine Schwester retten, die der Vater misshandelt und missbraucht hat.

Das mit der Rettung hat nicht geklappt: Johan sitzt in der Gruppentherapie einer geschlossenen Psychiatrie. Der holländische Originaltitel des Films, TBS, steht für eine Art Hochsicherheitsklinik. Seine Revision wurde gerade wieder abgelehnt, nun droht ihm eine lebenslange Haft. Um seine Unschuld zu beweisen, flieht er und nimmt ein junges Mädchen als Geisel. Seine Mutter soll für ihn aussagen, doch die hat ihn nicht mal im Gefängnis besucht. Stimmt seine Geschichte überhaupt?

NOTHING TO LOSE ist ein spannender und temporeicher Geiselthriller, der einige Parallelen zum realen Geiseldrama von Gladbeck aufweist. Das Verhältnis von Johan und der 13-jährigen Tessa verändert sich im Verlauf des Films immer wieder, mal ist er Beschützer, mal Bedrohung und auch als Zuschauer bleibt man bis zuletzt im Ungewissen, was wirklich Johans Absichten sind.

Gut gespielt, packend, kurz und knackig – ein Euro-Thriller, wie er sein soll.
Herr_Kees

22.09.2026, 19:22



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