The Girl Who Leapt Through Time

Do you want to go out with me?

von lexx
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Als kleines, unverhofftes Highlight des FFF2007 hat sich The Girl Who Leapt Through Time entpuppt. Mit der Erwartungshaltung einen ziemlich durchgeknallten, actionreichen Anime (ähnlich Paprika) vorgesetzt zu bekommen, der sich in Teenie oberflächlicher Art und Weise mit Zeitreisen auf der Highschool beschäftigt, musste ich diesen Gedanken sehr schnell wieder verwerfen. The Girl Who Leapt Through Time vermittelt neben den Elementen Spannung, Action, Witz und Charme, vor allem auch viele melancholische, verliebte Momente, die an Tiefgründigkeit vieles blass aussehen lässt, was sich so als erstklassige Romeo&Julia Hommage anbiedern möchte. Besonders gefallen hat mir die charmante Ausarbeitung von Makotos Charakter, welches als Zeit wandelndes Mädchen steht’s auch die Herzen der Zuschauer zu verzaubern weis. Äußerst sympathisch dargestellt schafft sie spielend den Spagat zwischen Teenie Klamauk und liebenswürdige Zeitreisenphilosophin. Nebenbei trohnt Makoto mit der dreckigsten Lache, die ich seit jeher im Kino erleben durfte und sorgt so für zusätzliche Lach- oder Schmunzelgranaten. Ebenso erwähnenswert sind die vielen Momente in denen der Film tiefe Atemzüge nimmt und einfach mal einige Nebensächlichkeiten in den Vordergrund schiebt. Generell hat man das Gefühl, dass die Animations Crew bei der Erschaffung dieses Kleinods viel Spaß, Zeit und vor allem Narrenfreiheit hatten. Hier wirkt nichts Schablonenhaft, jedes Detail hat seine eigene Daseinsberechtigung in dieser Welt und wenn es nur als atmosphärisches Grundelement dient. Da trifft es sich auch gut, dass der Film den größten Charme nicht durch saukomische Dialoge erhält, sondern durch liebevoll ausgetüftelte Situationskomik, welche häufig durch einfache Reaktionen der Charaktere erzeugt wird und sei es nur, dass sie einfach wortlos die Zeit verstreichen lassen... Wie also bereits erwähnt und unschwer zu überlesen ist, bietet The Girl Who Leapt Through Time weitaus mehr, als dem ersten Anschein nach zu erwarten ist. Daher eine eindeutige Empfehlung von meiner Seite aus, den Film nicht zu verpassen - wenn einem diese Beschreibung zusagt. Besagtes ständiges Rumgeheule konnte ich übrigens nicht finden und mir hat die erste Hälfte, die sich mehr mit dem alltäglichen Leben von Makoto beschäftigt, deutlich besser gefallen, da ich das Zeitreisen-Element bei diesem Film, nur als Mittel zum Zweck sehe, eine tiefgründige Erklärung, die sich dahinter verbirgt, mich aber eigentlich kaum interessiert (ist doch sowieso schon mehr als ausgelutscht).
lexx

18.08.2007, 13:34



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