Genusshäppchenvon Alexander | Permalink |
Als kleinen Appetithappen, bevor es in Frankfurt endlich losgeht, hab ich diesen Leckerbissen dann mal eben schnell vorab goutiert. Ein minimalistisches, tragikomisches Kammerspiel, gleichermaßen böse wie witzig und trotz relativ eindimensionalem Plot und mehr als simplem Set keine Sekunde langweilig. Das Ende setzt dann den Punkt auf das I und lässt auch den Mysteryfreund in einem schmunzeln. Dieser kleine feine Film ist/wäre der perfekte Appetizer-Einstieg in einen langen Filmfesttag. Klasse. | |
26.08.2013, 12:49 | |
Reviewvon Umelbumel | Permalink |
Ich bin ohne wirklich große Erwartungen in den Film gegangen und war absolut überrascht, wie toll und packend der Film von der ersten Minute an erzählt war. Definitiv eine kleine Perle des diesjährigen Festivals. | |
sah diesen Film im Cinemaxx 6, Hamburg | 29.08.2013, 00:34 |
Sandkastenfreundevon Herr_Kees | Permalink |
Zwei Männer und ein Auto - mehr braucht man nicht für einen packenden Film, wenn man ein gutes Drehbuch hat. SCENIC ROUTE fesselt mit authentischen Dialogen, Charakteren und Situationen, verzichtet auf filmische Spirenzien und Twists und bleibt selbst im Finale auf intelligente Weise realistisch - eine ungewöhnliche, teilweise bedrückende Bromance. | |
sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart | 31.08.2013, 02:02 |
Neulich, im Death Valleyvon Michaela | Permalink |
Da ziehen zwei Buddies los, um einen Kumpelurlaub zu machen und sich mal richtig auszusprechen - so weit, so gut. Die Dialoge sind ja soweit auch ganz okay. Die Handlung der beiden Jungs - Mann oh Mann, da fragt man sich schon teilweise, wie kann man nur so blöd sein.
Der Film ist eigentlich wie ein Kammerspiel inmitten des Death Valley - tolle Landschaftsaufnahmen übrigens. Die Beziehung der Protagonisten wechselt zwischen freundschaftlich bis hin zu äußerst aggressiv. Das Drama nimmt seinen Lauf, und auch wenn die Story nicht so schnurgerade wie die Straße durch das Death Valley ist, auf der unsere beiden Freunde stranden, so ist sie doch nicht interessant genug, um einen interessanten und guten Film zu ergeben. Die beiden Schauspieler sind in ihren Rollen jedoch glaubwürdig. | |
sah diesen Film im Cinema, München | 05.09.2013, 00:45 |
Irokesenschnitte und das echte Lebenvon D.S. | Permalink |
Ich lese in anderen Reviews immer „Kammerspiel". Ein solches sieht für mich aber anders aus. Die schier endlose Wüste des Death Valley bietet hier nämlich alles andere als einen beengten, klar begrenzten Handlungsraum, der zudem mehrfach durch Zeitsprünge und Rückblenden, die an anderen, sehr belebten Orten spielen, erweitert wird. Vor allem aber ist SCENIC ROUTE nur phasenweise ein ruhiger, langsamer Film: Schon die Eröffnungssequenz verdeutlicht, dass es in diesem Film manchmal auch sehr laut und heftig zur Sache geht.
Aber, klar, im Zentrum des Ganzen stehen ausschweifende Dialoge zwischen zwei ehemals besten Freunden, die sich in den letzten zehn Jahren weit voneinander weg bewegt haben: Der eine hat seinen kuscheligen Platz im Hamsterrad eingenommen, der andere hängt immer noch den Idealen und Träumen von früher nach, ist dabei aber „objektiv" betrachtet auf der Strecke geblieben. Genau wie der alte Pickup-Truck, in dem die beiden gerade einen Roadtrip unternehmen. In der Mitte von Nirgendwo sind sie nun, ohne jeden Proviant, auf sich selbst gestellt und versuchen, einen Weg aus dem Schlamassel zu finden - und einen zu sich selbst und vielleicht ja auch ihrer alten Freundschaft.
Die sich in weiten Teilen um letzteres drehenden Dialoge sind dabei ziemlich intelligent und tiefschürfend, und sie können einen selbst zur Auseinandersetzung mit der Frage führen, welche Prioritäten man eigentlich in seinem Leben setzt. Allein darüber hat der Film schon eine gewisse Fesselkraft, die aber erst durch die großartigen Darstellerleistungen erreicht wird.
Zudem steigert sich das Drama, die Ausweglosigkeit der Situation mit fortschreitender Spielzeit; damit gleichfalls die Spannung und am ziemlich cleveren Ende auch dessen Wirkung.
Alles andere als ein Film für Harmoniesüchtige. Geht unter die Haut, ist fies, macht nachdenklich und sollte wohl idealerweise zusammen mit dem besten Freund angesehen werden. 7 Punkte, mit kleinstem Budget sehr beeindruckend umgesetzt. | |
sah diesen Film im Metropolis 9, Frankfurt | 11.09.2013, 03:44 |
Kammerspiel in der Wüstevon MacGuffin | Permalink |
Scenic Route war für mich eine durchaus positive Überraschung, da ich in diesen Film ohne große Erwartungen gegangen bin. Geboten wurde ein spannendes kammerspielartiges "Duell" zwischen zwei Freunden, die sich allerdings wirklich absolut dumm verhalten. Überflüssig fand ich nur den aufgesetzt wirkenden Schluss, den der Film gar nicht nötig gehabt hätte, um seine Wirkung zu entfalten. | |
sah diesen Film im Cinedom, Köln | 13.09.2013, 13:10 |
Point of No Returnvon Leimbacher-Mario | Permalink |
Ein Clash der Lebensphilosophien, zwei Freunde auf einem höllischen Roadtrip, Überlebenskampf unter Buddies - „Scenic Route“ ist erstaunlich geschwätzig und redselig, aber da sowohl Darsteller als auch Drehbuch ziemlich intensiv aufdrehen, reicht das für einen guten Film. Zwei alten Kumpels, deren Lebenswege aber ziemlich unterschiedliche Verläufe genommen haben, bleibt das Auto mitten im Nirgendwo in der amerikanischen Wüste liegen - was natürlich zu Streitereien, Gesprächen und unbequemen Wahrheiten führt, die die beiden nicht gerade voran- bzw. wieder näher an die Zivilisation bringen... Gründe, sich diesen simplen „Roadtrip gone wrong“ zu geben, obwohl hier weder klassischer Horror noch Terror mit Hinterwäldlern oder anderen Gefahren lauert? 1) Die Landschaftsaufnahmen sind erhaben und spitze. 2) Der Film ist nicht unrealistisch - egal ob es um die Mächte der Natur oder die Zwiste unter den Jungs geht. 3) Das Drehbuch kriegt einen Daumen hoch, baut sich spannend auf und endet clever und dennoch irgendwie gnadenlos. 4) Die Figuren sind sympathisch, nachvollziehbar, echt - trotz/wegen ihrer Fehler. 5) Duhamel und Fogler spielen sich beide die Hintern ab. 6) Der Score ist subtil und doch intensiv. 7) Der Film gibt einem philosophisch und menschlich genug zu denken, hinterfragt Glück und Erfolg und Liebe und Freundschaft. 8) Der Selfmade-Iro ist krass! 9) Eine bizarre Verkettung unglücklicher Umstände. 10) Das Finale ist fies und ambivalent, passt sich den Gedanken und Blickwinkeln an. Fazit: „My Dinner With André“ trifft auf „Downrange“ - diese „schöne Route“ ist Umweg und Risiko wert! | |
sah diesen Film im Cinedom, Köln | 23.06.2020, 13:31 |
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