Platz 2 der besten Animes aller Zeiten!von FFFler | Permalink |
Was für ein großartiges Werk! Mamoru Hosada schuf hier eine grandiose Abrechnung mit Web 2.0 und gleichzeitig auch ein wundervoll fantasievolles Werk mit liebevollen Charakteren, bei dem Moral und Familie im Vordergrund stehen. Kaum zu glauben, dass ein so unterschiedlicher Mix so perfekt harmonieren kann, aber der Film beweist auf eindrucksvolle Art und Weise das das ohne weiteres möglich ist. Die Geschichte berührt, regt zum Nachdenken an und ist hervorragend inszeniert. Für mich wohl eines der besten Animes das ich je gesehen habe. Würde es nach Chihiros Reise ins Zauberland wohl auf meinem persönlichen Platz 2 ansiedeln. Ein grandioses Werk, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Wer ihn also noch nicht gesehen hat und in der Nähe von Berlin wohnt, der sollte sich morgen die letzte Vorstellung dieses Werks auf der Berlinale für gerademal 3 € nicht entgehen lassen! | |
19.02.2010, 19:20 | |
Family 2.0von T-Killa | Permalink |
Der Film zeigt eine japanische (Groß)Familie, die nach traditionellen Wertevorstellungen lebt aber auch mit der Zeit geht. In einer fiktiven Welt, in der es dank dem Internet die komplette Gesellschaftsstruktur und -organisation auch parallel im Web gibt, kommt es durch einen Zwischenfall, an dem der Protagonist nicht ganz unbeteiligt ist, zu einem Zusammenbruch der Kommunikation und sogar zu einer menschheitsbedrohlichen Lage. Anhand dieser Vorzeigefamilie wird der Wandel der Kommunikationstechnik und -form aufgezeigt. Die Großmutter ruft mittels eines alten Adressbuches und ihrem Telefon mit Wählscheibe ihre Freunde/Kontakte zu Hilfe während sich die jüngeren Familienmitglieder mit Hilfe des Webs organisieren.
Die Vor- und Nachteile des Web 2.0 werden hier sehr anschaulich aufgezeigt.
Allerdings empfand ich den Film dann doch sehr langatmig, da er (wie so viele Animes) die Geschichte in epischer Breite darstellen will. Etwas mehr Tempo und Witz hätten dem Film gut getan. Etwas erstaunt war ich über das im Film verkörperte Frauenbild. Alle weiblichen Familienmitglieder sind entweder am Kochen oder Kinderhüten. Bis auf ein Mädchen sind nur die männlichen Mitglieder im Web präsent. Alle Männer haben prestigeträchtige Jobs wohin keine Frau einer annähernd wichtigen Tätigkeit nachzugehen scheint.
Gute Story, nette Animation, aber laaaangatmig. | |
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin | 26.03.2010, 17:10 |
Digitale Sternschnuppenvon Leimbacher-Mario | Permalink |
„Summer Wars“ kombiniert Animemelancholie und Videospieloverkill - und das die meiste Zeit mit Erfolg! Klar sollte das Studio Chizu in den Folgejahren noch hübschere, komplettere und bessere Filme machen, doch auch „Summer Wars“ ist auf jeden Fall ein Guck- und Nachholtipp für Animefans (eventuell im Idealfall mit Gaming-Softspot), wenn wir einer virtuellen Welt folgen, die nicht nur die sensiblen Schicksale von drei in den Sommerferien reisenden Schülern in der realen Welt beeinflusst, sondern sogar die komplette Welt gefährden und hinter's Licht führen könnte… OZ - The Fake & Powerful „Summer Wars“ hat sowohl erzählerisch wie auch visuell zwei Ebenen - die (traditionsreiche wie labile) reale Welt und die (beeinflussbare) Virtual Reality, die nun eben gefährlich um sich greift und auch (mindestens metaphorisch oder indirekt) in die echte Welt einzufallen droht. Flott erzählt und quirlig sind beide Schichten, visuelle Kniffe und Einfälle gibt’s auch hüben wie drüben, aber ich muss sagen, dass ich vor allem die quantitativ spärlichen Collagen in der „Internetcommunity“ wirklich visuell betörend finde. Der emotionale Kern wiederum liegt deutlich in der realen Welt. Und beides unter einen Hut zu bekommen fällt „Summer Wars“ nicht immer spielend leicht. Das fährt dann lange Zeit eher zweigleisig und parallel, ohne gänzlich rund zu wirken und zu verlaufen. Und da dieser emotionale wie kreative Schrotflintendoppellauf eben manchmal hier wie dort Ladehemmungen hat, öfters auch mal falsche Töne und Balanceprobleme bekommt, würde ich „Summer Wars“ als komplizierte „Familien- wie Coming-of-Age-Geschichte“ (?!) leider nicht ganz nach oben in den Animepantheon hängen. Und trotzdem habe ich weite Teile von ihm grandios genossen. Vor allem, wenn's thematisch um Identitätsdiebstahl und den Einfluss des „Internets“ auf die reale Welt geht, trumpft die Produktion auf. Das begabte Studio hat später nur eben erzählerisch noch besser die Töne getroffen und schärferen Kurven genommen… Seiner Zeit voraus Fazit: Bunt, voll, kreativ und nicht leer. Eine feine Fusion aus Anime und Videospiel. „Summer Wars“ besitzt das gewisse Etwas - ist aber noch nicht ganz ein „Paprika“ oder „Tekkonkinkreet“! Dafür werden auch die Möglichkeiten des digital-unendlichen „Kreativkosmos'“ viel zu wenig genutzt… Trost in the Shell. Ein bisschen „Dragonball Z“, ein bisschen „Beastars“, ein bisschen „Only Yesterday“. | |
sah diesen Film im Cinedom 10, Köln | 06.08.2026, 18:19 |
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