Ab ins Beet!von Leimbacher-Mario | Permalink |
„Veins“ ist ein naturverbundenes, typisch kanadisch-stangenwariges Mad Scientist-Bodyhorrorblümchen, das einer jungen lesbischen Frau in ihr abgeschiedenes Elternhaus am Waldrand folgt, die dort den mysteriösen Toden ihrer Verwandtschaft auf den Grund geht… Die Farbe aus dem Wald Lilien schaffen Leiden, Bäume machen Alpträume, ohne Moos nix los, Beete machen Menschenknete. Aderlass der Natur. „Veins“ bietet absolut nichts, was man noch nicht gesehen hätte. Ist nie schlecht. Aber trotzdem unfassbar monoton, highlightarm und beiläufig. Da gibt’s gar nicht viel zu sagen. Wächst, gedeiht, wird genretechnisch gejätet. Ein paar Maskeneffekte sind sehr ordentlich. Und der liebe Hund tat mir leid. Ansonsten maximal unauffällig. Und die eigentlich ehrbaren Aussagen zum Thema Mensch/Natur sind dermaßen abgenutzt, dass sie eher abstoßen und stören als Mehrwert geben. Horrorhomöopathie. Bündig läuft's nich' - Die Grünen Fazit: Invasion der Krampfadern. Zwischen Mad Botanist und Venenversatzstück… Ziemlich öder Waldspaziergang. Kein „Ruins“, (zum Glück auch) kein „Shrooms“. Kein Unkraut, kein Blumenbeet. Stängelstangenware. | |
sah diesen Film im Residenz, Köln | 18.04.2026, 20:39 |
Grüner Daumenvon Herr_Kees | Permalink |
Böse Überraschung für Isabelle: Eigentlich wollte sie ihren Eltern bei einem Wochenendbesuch auf dem Land ihre neue Freundin vorstellen. Nun muss sie erfahren, dass ihr Vater vor ein paar Tagen gestorben ist. Auch ihr Cousin ist tot und der Familienhund ist verschwunden. Isabelle vermutet, dass das irgendetwas mit dem ehemaligen Hippie-Arzt des Dorfes zu tun haben muss, der nach Einsätzen in der ganzen Welt kürzlich nebenan eingezogen ist. Und richtig: In Rückblenden bekommen wir bestätigt, was wir im Grunde schon lange wissen. Dr. Toupain hat von seinen Fernreisen eine bahnbrechende Therapie mitgebracht, die er nun den kranken Menschen in der Nachbarschaft anpreist – und auch den gesunden. Ob Toupain ein gefährlicher Ökospinner oder doch eine Art Messias ist, das bleibt eigentlich die einzige halbwegs spannende Frage des Films. Denn VEINS hat zwar eine sehr schöne Idee, er hat nur keine wirklich interessante Geschichte damit zu erzählen. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb kurz vor Schluss noch ein unpassend aufgesetztes Thriller-Finale an den Film geflanscht wurde. Das hat der französische ELSE von 2024 auf wunderbar psychedelische Weise deutlich schöner und ergreifender gelöst. | |
sah diesen Film im das Metropol, Stuttgart | 26.04.2026, 23:46 |
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